Spruchbanderklärung zum 32. Spieltag

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Beim polnischen Fünftligaspiel zwischen Concordia Knurów und Ruch Radzionkow am 2. Mai 2015 kam es zu Ausschreitungen zwischen Fans der beiden Mannschaften. Die Polizei setzte Gummigeschosse ein und traf damit den 27-jährigen Dawid, der noch am gleichen Tag seinen Verletzungen erlag.

Das Vorgehen der polnischen Polizei gilt allgemein als brutal und willkürlich. Der Tod Dawids ist die traurige aber logische Konsequenz daraus.

Wir fordern die Aufklärung der Vorfälle vom 2. Mai 2015 und dass Gummigeschosse bei Fußballspielen in Polen verboten werden und in Deutschland verboten bleiben.

Die Tötung eines Menschen ist durch keine Ausschreitungen zu rechtfertigen.

Gerechtigkeit für Dawid – Dawid ruhe in Frieden!

Weitere Informationen zum Thema Gummigeschosse bei Fußballspielen findet ihr in der Stellungnahme der Schwarz-Gelben Hilfe Dresden.

Gefälschte Gruppenartikel

In letzter Zeit werden vermehrt gefälschte Schals und andere Gruppenartikel zum Kauf angeboten.

Um eines klarzustellen:
Schals und Klamotten der Ultragruppen in Karlsruhe werden ausschließlich an deren Mitglieder sowie an befreundete Gruppen herausgegeben und von ihnen getragen.
Die angebotenen Artikel sind Fälschungen und können euch zur Zielscheibe für Angriffe gegnerischer Fans machen.

Wer gefälschte Gruppenartikel kauft, unterstützt die Fälscher in ihrem ehrlosen Verhalten. Das nehmen wir nicht hin und werden dem weiter nachgehen. Wer schon gefälschte Gruppenartikel gekauft hat, kann diese am ULTRA-Stand abgeben.

Comunicato der Curva Nord Maurizio Alberti

Wir möchten klarstellen, dass die Pisa-Fahne, die von der Fankurve des 1.FC Kaiserslautern im Rückspiel zwischen dem KSC und dem 1. FCK am Sonntag, den 22.03.2015 gezeigt wurde, keine Fahne der organisierten Gruppen der Curva Nord Maurizio Alberti ist.

Die Fahne wurde vielmehr beim Hinspiel in Kaiserlautern einem Fan aus Pisa von einem Ordner abgenommen. Diesem Fan wurde die Fahne entwendet, als er sich in Handschellen auf dem Boden liegend befand, da er vorläufig festgenommen wurde.

Daraufhin wurde ihm die Fahne abgenommen, um nun in der Fankurve von Kaiserslautern als Objekt “der Beute im Krieg” präsentiert zu werden.

In Wirklichkeit wurde diese Fahne aber von einem Ordner an die Fanszene aus Kaiserslautern übergeben. Für uns bedeutet dies eine Geste und eine Handlung, die beschämend für die Fanszene Kaiserslautern sein sollte.

Dieses Verhalten ist Lichtjahre von unserer Mentalität entfernt.

Die Gruppen der CURVA NORD MAURIZIO ALBERTI

Stellungnahme zur aktuellen Situation

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, wurde in Ingolstadt kein organisierter Support von uns durchgeführt. Die Gründe hierfür sind in der vom KSC nach dem Spiel gegen RB Leipzig veröffentlichten Stellungnahme zu finden. Darüber hinaus beenden wir vorerst die Zusammenarbeit mit dem Verein auf allen Ebenen, was sich nicht nur auf die Unterstützung im Stadion bezieht.

Wir können nicht einfach zur Tagesordnung zurückkehren und werden unser Verhältnis zu den Verantwortlichen des KSC grundlegend überdenken. Jahrelang haben wir für diesen Verein alles getan: nicht nur durch die organisierte Stimmung und die großangelegten Choreographien, sondern auch durch den Auf- und Abbau beim Familientag, verschiedene Spendenaktionen (wie etwa jene aus dem Hinspiel gegen RB, wobei wir bis heute keine Antwort bekommen haben, wohin der Erlös letzten Endes geflossen ist), die Gestaltung unseres neuen Trikots und zahlreiche Fanartikel, deren Gewinne zu 100 % an den KSC gingen, Plakataktionen zur Spieltagsankündigung sowie Mitgliederwerbung. Um Kosten für den Verein zu sparen, haben wir sogar auf Bitten des KSC die Parkplatzmarkierungen der VIP-Gäste vergangenen Sommer erneuert.

All dies taten wir gerne, selbstverständlich unentgeltlich in wochenlanger Arbeit und aus Überzeugung. Die Verantwortlichen des KSC nahmen diese Dinge auch dankend an. Umso mehr stößt die Reaktion, die der Verein auf die Vorkommnisse rund um das Spiel gegen RB Leipzig gezeigt hat, bei uns auf Unverständnis.

Die Vereinsführung hätte die Möglichkeit gehabt, sich eine differenzierte Sicht der Dinge zu verschaffen. Sei es durch die zumindest bedingte kritische Berichterstattung einiger Medien oder gar durch die jeweiligen Berichte der Polizei. An dieser Stelle sei angemerkt, dass es ausgerechnet die Polizei ist, die die Dinge hier relativiert. Keine Straftaten sind am vergangenen Montag vorgefallen und dementsprechend ermittelt auch keine Polizei. Gleichwohl versucht der Verein aber die Personalien von gewissen „Tätern“ bei der Polizei zu erfragen, was datenschutztechnisch höchst bedenklich ist. Nochmal: Der KSC spricht hier von Ausschreitungen, die nie stattgefunden haben und geht den Falschaussagen einiger Presseberichte und insbesondere Herrn Rangnick auf den Leim.

Es fand also keine sachliche Aufarbeitung der Geschehnisse statt, noch wurden Fanvertreter diesbezüglich eingeladen, bzw. die Fanbetreuung oder das Fanprojekt gehört, wie auch in der Stellungnahme der Supporters zu lesen ist. Dem vom DFB geforderten Dialog zwischen Verein und Fans wurde somit ebenfalls nicht nachgekommen. Bedenklich dabei ist, dass sogar das Angebot einer Klarstellung von Seiten der Polizei ausgeschlagen wurde.

Der Verein scheint sich regelrecht gegen eine objektive Aufarbeitung zu wehren. Der Druck der Medien und des Verbandes scheint zu groß zu sein. Überhaupt ist die Berichterstattung der Medien in Bezug auf das Spiel gegen RB Leipzig höchst fragwürdig: Während etwa in anderen Ländern im Namen des Fußballs und unter Aufsicht der FIFA Menschen für den Bau moderner Fußballarenen sterben, scheint hierzulande gleichwohl ein straftatfreies Zweitligaspiel für mehr Schlagzeilen zu sorgen, als die Menschenrechtsverletzungen in Katar. Dementsprechend ist es traurig, dass auch der KSC Presseberichte unreflektiert übernimmt, auf den Zug der Medienhysterie aufspringt und pauschale Sanktionen ausspricht.

Diese treffen nicht nur einen kleinen Teil der Fanszene, wie es so oft suggeriert wird, sondern bedrohen die gesamte Fankultur wie wir sie lieben und leben. Äußerst dilettantisch erscheint in diesem Zusammenhang, dass der KSC die Ereignisse um das Spiel gegen RB Leipzig dafür benutzt, sogar Fans des 1. FC Kaiserslautern mit Hausverboten für das kommende Heimspiel zu belegen. Ebenso sind Banner und Schmähgesänge schon immer Bestandteil aktiver Fankultur und werden es auch immer sein. Ein rauer Ton ist beabsichtigt, gehört dazu und gibt die Stimmung in der Kurve wieder. Wer damit nicht umgehen kann, hat im Fußball nichts verloren. Besonders die Distanzierung der Verantwortlichen des KSC von Schmähgesängen wirkt etwas infantil. Bis jetzt hielt der Verein so etwas nie für notwendig. Da ausgerechnet nach dem Spiel gegen RB Leipzig dies nun trotzdem stattfindet, wird jenem Konstrukt eine Sonderrolle geradezu anerkannt. Etwas wünschenswerter wäre es eventuell, wenn sich der KSC von diversen Journalisten distanziert, die die eigenen Fans offen als „Deppen” und „Mischpoke“ bezeichnen oder den Rauswurf von Angestellten des Vereins fordern.

Die Vereinsführung hätte durchaus die Zeit gehabt, kritisch und objektiv Position zu den Aussagen von Herrn Rangnick, dem Bericht der Polizei, der medialen Resonanz und einer möglichen Schilderung von Fanvertretern zu beziehen. Doch dies alles hat ganz offensichtlich nicht stattgefunden. Der KSC bleibt hier das, was er zuletzt immer in kritischen Fragen geblieben ist: farb- und charakterlos. Das einzige, was diesen Verein bunt macht, sind seine Fans.

Deshalb: Ist es zu viel verlangt, wenn man nach diesen Geschehnissen Fanvertreter hört, auf unsere Kritik eingeht und sich nach Lügen eines Herrn Rangnick schützend vor seine Fans stellt?

Der Dialog zwischen dem Verein und uns war zuletzt durchaus gut – nicht zuletzt deshalb, weil der KSC durch unsere Vorschläge an das Marketingteam Profit daraus schlagen konnte. Wir werden dementsprechend den Eindruck nicht los, dass der Verein uns nur braucht, wenn wir auch von Vorteil sind.

Wir fordern für die Zukunft daher, dass ein möglicher neuer Dialog auf Augenhöhe stattfinden muss. Darüber hinaus erwarten wir eine Richtigstellung der Aussagen des Vereins in Bezug auf das Spiel gegen RB Leipzig. Dazu gehört vor allem eine Korrektur der Stellungnahme. So lange diese nicht erfolgt, ist für uns die Zusammenarbeit mit dem Verein beendet. Wie sich unser Auftreten am Sonntag im Stadion gestaltet, entscheidet sich nach einem Gespräch mit dem Verein am Ende dieser Woche.

Denn gesprächsbereit sind wir prinzipiell immer und stellen uns gerne jeglicher Kritik, sei es über unsere Homepage oder persönlich im Fan-Projekt. Allerdings werden wir uns niemals auf Facebook oder in irgendwelchen Internetforen äußern.

Es steht ausdrücklich jedem frei, sich diesem Protest anzuschließen und ein Zeichen zu setzen.

Für den Fußball, den wir lieben und eine Fankultur, die wir leben!

Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher. (Bertolt Brecht)

ULTRA 1894

Ein kleiner Nachtrag noch zur Berichterstattung der Medien: Vielfach wird nun berichtet, der KSC habe als Reaktion auf das Spiel gegen RB Leipzig Stadionverbote ausgesprochen. Das ist jedoch eine absolute Falschmeldung. Denn wer sich auch nur ansatzweise mit der Vergabe von Stadionverboten auskennt, weiß, dass diese laut DFL-Statuten nur nach Einleitung eines polizeilichen Ermittlungsverfahrens ausgesprochen werden können. Und dieses gab es bekanntlich eben nicht.

Wichtiger Hinweis zum kommenden 24. Spieltag

Hallo KSC-Fans,

am 24. Spieltag tritt unser KSC im sogenannten Spitzenspiel der 2. Bundesliga gegen das Marketingkonstrukt aus Leipzig an. Doch selten liegen die Definitionen von „spitze“ so weit auseinander wie bei diesen beiden Vereinen. Die Begegnung am Montag ist kein Spiel wie jedes andere!

Bei diesem Spiel treffen zwei Vereine aufeinander, die vollkommene Gegensätze verkörpern. Auf der einen Seite unser Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix e.V., ein Traditionsverein dessen Wurzeln bis ins Jahre 1894 zurückreichen und der all das verkörpert, was den Fußball wie wir ihn lieben, ausmacht. Auf der anderen Seite ein künstlicher Club, der lediglich zu Werbezwecken besteht und für den nur aus infrastrukturellen Gründen und aus kapitalistischem Kalkül der Standort Leipzig als vorübergehende Heimat gewählt wurde.

Herz gegen herzlose Ideologie,
Karlsruher Bodenständigkeit gegen österreichischen Größenwahn,
fanatische Leidenschaft gegen blinden Gehorsam,
jahrelange Freud‘ und Leid gegen kurzlebigen Erfolg,
emotionsgeladene Charaktere gegen charakterlose Blech-Marionetten,
wahrer Fußball gegen die Ware Fußball!

Dabei dürfen wir uns nicht nur auf den Gegner konzentrieren, sondern müssen erkennen was der Unterschied zwischen einem seelenlosen Konstrukt und einem eingetragenen Verein ist: eine treue Kurve voller bedingungsloser Liebe, Zusammenhalt und fanatischer Anhänger. Denn das was wir KSC-Fans Woche für Woche leisten, wird es bei einem künstlichen Marketingclub wie dem aus Leipzig niemals geben. Treue Fans sind nicht käuflich und machen den Fußball zu dem, was andere mit Millionen nicht erzwingen können.

Deshalb kann es am Montag nur ein Ziel geben: Kampf und Identifikation auf dem Platz und auf den Rängen. Gebt nicht nur alles für unseren Verein und unsere Kurve, sondern denkt daran, dass Ihr auch für den Fußball schreit, den wir lieben und den es in Leipzig nie geben wird.

ULTRA1894

Weitere Informationen findet Ihr in der Broschüre der Kampagne Nein zu RB!

Moser hilft! – Dankeschön

03

Zum Heimspiel gegen Braunschweig führten die Phönix Sons wieder das karitative Wochenende “Moser hilft!” durch. Dazu wurden in der Vorwoche
Kleidung und Hygieneartikel für die Flüchtlingshilfe Karlsruhe
gesammelt, wobei die Masse zum Vorjahr fast verdoppelt werden konnte. Neben zahlreichen Kleiderspenden wurden Hygieneartikel im Wert von 1300€ gesammelt.

Des Weiteren fand ein Tag vor dem Spiel das Benefizkonzert “Moser rockt!” statt, von dessen Erlösen sozialbenachteiligte Kinder eines Heims zu einer Auswärtsfahrt eingeladen werden. Am Spieltag selber wurde mittels Bechersammlung ein Betrag von 1600€ erzielt, der der Initiative “Cent hinterm Komma e.V.” gespendet wird, die sich um Kinder mit Behinderung kümmern.

01 02

 

 

 

 

 

 

Hierfür möchten wir uns bei allen Unterstützern der Gegengerade Karlsruhe, der KSC-Fanbetreuung, den Supporters Karlsruhe und “KSC-Fans helfen” bedanken.

 

Phönix Sons ’99 – Ultras Karlsruhe