Keine Kompromisse mit VW, Bayer und RB – 50+1 durchsetzen!

Die Entscheidung des Bundeskartellamts zu 50+1 ebnet den Weg für einen fairen Fußball in den Händen der Mitglieder. Unsere Erwartung an Vereine und Verbände ist klar und sollte niemanden überraschen: Die Empfehlungen des Kartellamts müssen schnellstmöglich umgesetzt werden.

Die Vereine des Bundesliga e.V. müssen sich vor der Mitgliederversammlung im Dezember unmissverständlich zu 50+1 bekennen. Ein solches Bekenntnis geht nur Hand in Hand mit dem Ende aller Ausnahmen und Umgehungsversuche. Es gibt kein Raum für faule Kompromisse mit VW, Bayer und Red Bull.

Der Aushöhlung von 50+1 bei Abstimmungen der Bundesliga muss ab sofort ein Ende gesetzt werden. Wir erwarten entsprechende Beschlüsse und eine offene Abstimmung im Dezember.

Der Deutsche Fußball-Bund muss endlich aufhören, unbeteiligt am Spielfeldrand zu sitzen, als hätte er mit der wichtigsten Grundsatzfrage des deutschen Fußballs nichts zu tun. Wir erwarten ein klares Bekenntnis zum basisnahen Fußball und eine Absage an Kapitalinteressen.

Den Konzernen, die offen über eine Klage nachdenken, sei abschließend nur eins gesagt: Überlegt euch gut, ob ihr zum Feindbild von Fußballdeutschland werden wollt. Mit uns ist nicht zu spaßen.

Fanszenen Deutschland im Oktober 2026

50 Jahre Hertha und der KSC Freundschaftsparty

Liebe Karlsruher, Liebe Herthaner,

in einem Monat ist es wieder soweit und wir dürfen zum ‚Freundschaftsspiel‘ in Berlin zusammenkommen. Im August feierte unsere Freundschaft bereits ihr 50-jähriges Bestehen und aus diesem Anlass soll es am Abend nach unserem Spiel eine gemeinsame Feier geben.

Die wichtigsten Infos entnehmt ihr bitte der beigefügten Grafik. Weitere Informationen zum Verkaufsstart der Eintrittskarten & Co. entnehmt ihr bitte zu gegebener Zeit den entsprechenden Informationskanälen in Karlsruhe oder Berlin.

Hertha und der KSC!

Der VAR raubt uns die Freude am Fußball

Mit Beginn der Bundesligasaison 2017/2018 wurde der Video Assistant Referee im deutschen Fußball mit dem Ziel eingeführt, klare und offensichtliche Fehlentscheidungen zu korrigieren und den Fußball gerechter zu machen. Selbst Fans, die der Neuerung anfangs noch offen und positiv gegenüberstanden, konstatieren nach mittlerweile 9 Jahren, dass der VAR den Charakter des Spiels grundlegend verändert hat.

Während der Fußball von Intensität und Rhythmus lebt, leidet der Spielfluss erheblich unter den sich in die Länge ziehenden Unterbrechungen. Wir müssen ebenfalls schmerzlich feststellen, dass er den emotionalsten Moment des Spiels zerstört hat. Statt spontaner Freude bei einem Tor herrscht Unsicherheit ob einer möglichen Überprüfung. Dabei bleiben Entscheidungen aufgrund unterschiedlicher Eingriffsschwellen, uneinheitlichen Auslegungen oder menschlichen Fehlern weiterhin umstritten. Die Hoffnung bei Einführung auf eine objektive Gerechtigkeit hat sich nicht erfüllt, vielmehr schafft der Videoassistent neue Ungerechtigkeiten.

Die These, es gäbe mit dem VAR weniger Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen, stellte sich als Trugschluss heraus. Es gibt jetzt noch mehr. Trotz einer Vielzahl an Reparatur- und Optimierungsversuchen wird der Videoassistent mittlerweile von einem Großteil der Fußballfans abgelehnt und trifft im Stadion auf immer mehr Wut und Unverständnis. Dass der Fußball nie fehlerfrei war und es auch nicht sein muss, ist eine Erkenntnis, die wir in den letzten Jahren gewonnen haben. Wir möchten die objektiv messbaren Erfolge des VAR dabei nicht in Abrede stellen. Wir möchten vielmehr darauf aufmerksam machen, dass der Preis für den objektiven Nutzen zu hoch ist. Einen Preis, den wir nicht länger bereit sind zu bezahlen.

In der nun startenden ersten Pokalrunde sehen wir den Fußball, wie er sein sollte: ohne VAR und damit authentisch, unmittelbar und voller Emotionen. Zu diesem Zustand möchten wir dauerhaft zurückkehren und fordern deshalb die Abschaffung des Video Assistant Referee im deutschen Fußball.

Wir möchten die Freude am Fußball zurück!

ULTRA1894

Anmeldung Forza Gegengerade 2026/2027

Hallo Gegengerade,

bei den kommenden drei Heimspielen gegen Bielefeld, Wolfsburg und Cottbus habt ihr erneut die Möglichkeit, euch für Forza Gegengerade anzumelden.

Das Projekt bietet euch die Chance, euch aktiv einzubringen und der aktiven Fanszene näherzukommen.

Ihr erhaltet Infos zu Choreo-Terminen, Infoabenden rund um das Thema Ultras sowie zu Treffpunkten an Spieltagen. Zudem könnt ihr euch mit anderen KSC-Fans vernetzen und die Gegengerade aktiv mitgestalten.

Ihr findet unseren Stand beim Bielefeld Heimspiel ab 10 Uhr am Fanprojekt und an den anderen Spielen hinter der Gegengerade.

Weitere Infos zu Forza Gegengerade findet ihr hier:
https://ultra1894.de/forza-gegengerade-alles-fuer-karlsruhe/ 

„Eure Spielchen mit Reformen – nicht mit uns“

Jahrelang wurde von Transparenz, Dialog und einer gemeinsamen Reform der Regionalligen gesprochen. Vereine investierten Zeit, Energie und Vertrauen in einen eigens initiierten Prozess, der endlich zu einer fairen und tragfähigen Lösung führen sollte. In dieser Form in seiner Ausgestaltung und Professionalität beispiellos im europäischen Fußball.
 
Nun – kurz vor der finalen Abstimmung der Vereine – zeigt sich, was die Verlautbarungen der Regionalverbände tatsächlich wert sind. Sie gipfeln in einer Situation, die uns als Fans der betroffenen, aber auch der aktuell und perspektivisch nicht betroffenen Vereine noch wütender macht. Nicht nur kritischen Fans wird jetzt endgültig klar, dass die Verbände *nicht* im Sinne ihrer Mitgliedsvereine agieren, sondern ganz eigene Ziele verfolgen. Was FIFA und Co. auf der großen Bühne vormachen, spielen die Regionalverbände nach.
 
Der erste Kritikpunkt: Aus dem gemeinsam erarbeiteten Kompassmodell mit vier 20er-Staffeln sollen plötzlich 18er-Staffeln werden. Dabei waren die zusätzlichen Heimspiele einer der größten sportlichen und wirtschaftlichen Vorteile des Modells. Wer diesen zentralen Baustein wenige Tage vor der Abstimmung streicht, entwertet nicht nur monatelange Arbeit – sondern nimmt den Vereinen einen entscheidenden Mehrwert, den sie längst in ihre Überlegungen einbezogen hatten.
 
Der zweite Kritikpunkt: Eine bundesweite Mehrheit der Vereine – basierend auf monatelangem Austausch und Bewerten von Argumenten – soll nun nicht mehr ausreichen. Stattdessen soll jede der fünf Regionen eine eigene interne Mehrheit erreichen, um Zustimmung geben zu können. Aus einem demokratischen Mehrheitsprinzip einer bundesweiten Thematik wird damit faktisch ein Vetorecht einzelner Verbände. Wer Mehrheiten aushebelt, stärkt keine Demokratie – sondern zementiert bestehende, ungerechtfertigte und ebenso reformbedürftige Machtverhältnisse.
 
Noch schwerer wiegt jedoch die Art und Weise. Ausgerechnet in dem Moment, in dem sich Vereine bundesweit zusammengeschlossen, vernetzt und erstmals mit einer gemeinsamen Stimme für eine Reform eingesetzt haben, werden kurz vor der Abstimmung die Spielregeln verändert. Das wirkt nicht wie der Versuch, einen besseren Kompromiss zu finden. Es entsteht vielmehr der Eindruck, dass genau diese Geschlossenheit unterlaufen werden soll. Wer monatelang Beteiligung einfordert, um anschließend im entscheidenden Moment hinter den Kulissen die Grundlagen zu verändern, verspielt jedes Vertrauen in einen fairen Prozess.
 
Der Widerstand ist die logische Konsequenz. Nicht nur von den unmittelbar betroffenen Fans, sondern von allen, denen an einem glaubwürdigen und basisorientierten Fußball gelegen ist. Wer heute schweigt und diesen miesen Schachzug akzeptiert, der billigt gleichzeitig, dass Verbände ihre eigenen Machtinteressen über die Interessen der Vereine stellen. Diese Form der Verbandsarbeit hat den Fußball lange genug ausgebremst. Es ist Zeit, ihr entschlossen entgegenzutreten und deutlich zu machen: Reformen müssen von den Vereinen getragen werden – nicht gegen sie.
 
Wir rufen die Vereinsvertreter dazu auf, mit Geschlossenheit und breiter Brust aufzutreten und die anstehende Abstimmung unter diesen Umständen nicht durchzuführen.
 
Die Verbände dürfen sich sicher sein, dass es keinen Weg mehr an einer grundhaften Veränderung ihrer Ausrichtung und Politik vorbei gibt. Wir werden nicht locker lassen – ihr habt es nicht anders verdient.
 
Fanszenen Deutschlands im Juni 2026

DER TREUE BOTE – SPEZIAL III

Pünktlich zur sich ankündigenden Sommerpause melden wir uns mit der dritten Spezial-Ausgabe des Treuen Boten zurück, dieses Mal mit dem biblisch-dystopisch anmutenden Titel „Ousted from Eden – November 2025, Armenien“.

Das düstere Setting, das dieses Heft umgibt, kommt nicht von ungefähr: Das urchristliche Armenien ist geprägt vom verheerenden Völkermord zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie vom blutigen Krieg mit Aserbaidschan um die Region Bergkarabach, der bis ins Jahr 2023 andauerte.
Trotzdem, oder gerade deshalb, zog es die altbekannte Reisegruppe, ergänzt um zwei weitere KSC-Fans, im vergangenen Spätjahr für eine Woche in das in Asien gelegene postsowjetische Gebirgsland. Von vernebelten Blicken auf den Berg Ararat, wo einst die Arche Noah gestrandet sein soll, über verwunschene Klöster bis hin zu einer endzeitlich anmutenden Weltraumüberwachungsstation – zu sehen gab es erneut einiges.

Auch der Fußball kam auf dieser Reise nicht zu kurz: Am Rande des Länderspielbesuchs beim Duell Armenien gegen Ungarn gab die First Armenian Front, die historische erste und heute führende Ultra-Gruppierung des Landes, erstmals ein Interview im Ultra-Kontext. Die FAF gewährte Einblicke in ihre Führungs- und Pionierarbeit „Ultras in Armenien“, berichtete von Aktionen und Reisen aus der Vergangenheit und erzählte ausführlich, was es bedeutet, in einem ständig bedrohten Land zu leben.

Der KSC-Bezug darf natürlich wie immer nicht fehlen, denn: Im Jahr 2011 bestritten unsere Wildpark-Kicker tatsächlich einmal ein Testspiel in Armenien. Wie es zu dieser kuriosen Reise kam und was die Spieler dort erlebten, erzählte uns der Ex-KSC-Profi und heutige sportliche Leiter der KSC-Jugendabteilung, Matthias Cuntz.

Das Heft könnt ihr am Sonntag wie gewohnt an unserem Blockeingang S3/S4 für 8 € erwerben.

Nur solange der Vorrat reicht. Ein Versand findet nicht statt.

Ultras Armata Fidelis 2003

Wir lassen uns nicht spalten – Innenminister: Feinde der Fankultur!

Etwas mehr als einen Monat ist es noch hin, bis die nächste Innenministerkonferenz in Hamburg tagt – und wir müssen noch immer davon berichten, dass die nach der letzten IMK versprochene Transparenz Fehlanzeige bleibt.
Was genau auf der Agenda stehen wird, ist entsprechend nicht klar – die Erfahrungen der letzten IMK, die Drohungen der Politik gegenüber Vereinen und Verbänden, unterwürfige Verbände sowie die besorgniserregende Zunahme von Polizeigewalt und rechtswidrigen Maßnahmen gegen Fußballfans lassen uns allerdings wenig hoffnungsfroh sein. 

Während manche Innenminister und die Polizei daran zu arbeiten scheinen, Fanszenen zu spalten und eine Unterscheidung von „guten“ und „schlechten“ Fans zu konstruieren, möchten wir also diese heiße Phase der Saison nutzen, um erneut deutlich zu machen: Wir lassen uns nicht spalten! 

Seit dem letzten Jahr drücken gewisse Politiker den Vereinen und Verbänden die Pistole auf die Brust und drohen mit harten Mitteln, sollten sie ihren Forderungen nicht nachkommen. Dabei ist unter anderem die Rede von Lizenzentzügen, von Übertragung der Polizeikosten auf die Vereine sowie von personalisierten Tickets. Maßnahmen also, die die Vereine in die Knie zwingen und finanziell bedrohen können. Stellt euch vor, eurem Lieblingsverein wird die Lizenz für den Spielort des Stadions entzogen – oder zumindest für den Gästeblock! Wie sehr das Fehlen von Gästefans das Stadionerlebnis beeinträchtigen kann, ist bereits in vielen Ländern zu beobachten. Zustände, die wir uns nicht herbeiwünschen – gerade, wenn wir selbst als Auswärtsfahrer betroffen wären. 


An dieser Stelle müssen auch die Verbände explizit angesprochen werden: DFB und DFL sonnen sich in schönen Bildern und vollen Stadien, die die Fanszenen ihnen Jahr für Jahr von Bundesliga bis in die unteren Ligen servieren. Dass für die Fans, für das besondere Stadionerlebnis in Deutschland und gegen willkürliche Maßnahmen ihre starke Stimmen erhoben werden, ist von den Verbänden erwartungsgemäß nicht zu vernehmen. Stattdessen wird eifrig den populistischen Forderungen gefolgt und an einer völlig undurchsichtigen zentralen SV-Kommission gearbeitet.
Die DFL sowie der DFB scheinen sich von diesen Drohgebärden einschüchtern zu lassen und vor dem Populismus der Politik einzuknicken. Sie scheinen bereit, unnötig repressive Maßnahmen wie die Verschärfung der Stadionverbots-Richtlinien durchzuwinken, um „schlimmere Übel“ abzuwenden. Die Verschärfungen eben dieser Richtlinien gehen also auch klar auf das Konto der Verbände, die weder ihren Vereinen Rückhalt bieten noch den wirtschaftlichen Faktor von aktiver sowie lebendiger Fankultur berücksichtigen zu wollen. Und das alles wegen einer hochstilisierten Gefahrenlage in deutschen Fußballstadien.   


Es erschließt sich uns zudem auch sechs Monate nach der letzten IMK nicht, weshalb diejenigen Politiker, die sich mit der inneren Sicherheit Deutschlands beschäftigen sollen, überhaupt über den Fußball sprechen. Die herbeifantasierten Schreckgespenster gefährlicher Stadien wurden doch bereits im Vorfeld der letzten IMK entzaubert! Weshalb also wollen gewisse Innenminister das bunte und lebendige Stadionerlebnis durch repressive, rechtlich fragwürdige Maßnahmen aufs Spiel setzen?
Weshalb wollen sie das Risiko in Kauf nehmen, Vereine finanziell zu ruinieren und Fankultur zu beerdigen? 


Die realitätsfremden Wahrnehmungen von Politikern, die selten bis nie einen Fuß in unsere Stadien gesetzt haben, können nicht unwidersprochen bleiben. Wir Fans wissen, wie die Realität aussieht: der Fußball ist nach wie vor sicher und gleichzeitig braucht das Stadionerlebnis die lebendige Fankultur! 


Die Zahlen der tatsächlich gefährlichen Vorfälle in Stadien sind so verschwindend gering, dass sie dieses Maßnahmenpaket niemals rechtfertigen können.



Lasst uns ihnen gemeinsam zeigen, was wir davon halten – wir lassen uns nicht spalten! 

Fanszenen Deutschlands – Mai 2026