29.02.24 – Müller abwählen!

Ciao KSC-Fans,

lange haben wir uns bewusst in der Öffentlichkeit zurückgehalten, um dann letztendlich gegen Hannover erstmalig Martin Müller zum Rücktritt aufzufordern.

Dieser Forderung vorangegangen sind viele Gespräche mit allen Beteiligten. Ziel dieser Gespräche war es den Konflikt hinter den Kulissen zu befrieden und eine weitere öffentliche Schlammschlacht zu vermeiden. Die Mitgliederversammlung ist dann aus unserer Sicht positiv verlaufen – die Abwahlanträge waren vom Tisch und Martin Müller hat durch die verweigerte Entlastung einen Warnschuss erhalten. Einen Tag später nach der Aktionärsversammlung sah die Welt schon wieder komplett anders aus und der Konflikt ging in eine neue Runde.

Seitdem brodelte der Konflikt hinter den Kulissen weiter, nahm auch Einfluss auf das operative Geschäft und eine Lösung war und ist nicht in Sicht.

Um diese Sackgasse zu verlassen, gibt es unserer Ansicht nur einen Ausweg: Die Abwahl von Martin Müller auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung.

Klarstellen möchten wir hiermit auch, dass dies keinen Freischein für alle anderen Akteure darstellt. Auch wir denken, dass in der Vergangenheit nicht alles Ideal gelaufen ist. Kritik ist hier durchaus berechtigt. Diese Kritik muss aber in den Gremien oder auf der Mitgliederversammlung angesprochen und diskutiert werden. Eine Schlammschlacht in den Medien schädigt das Ansehen unseres Vereins und wird niemals zum Ziel führen.

29.02. – Müller abwählen!

ULTRA1894

Stellungnahme zum DFL-Statement vom 08.02.2024

Am gestrigen Donnerstag veröffentlichte die deutsche Fußball Liga ein Statement mit dem Titel „Viele Chancen für die Clubs, keine Nachteile für die Fans“. Fangen wir hier zunächst mit dem Positiven an: Offensichtlich zeigen die Proteste Wirkung. Offenbar sah sich die Geschäftsführung genötigt, nach wochenlangem Schweigen dem Protest mit einer Stellungnahme den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ordentlich dazu beigetragen haben mit Sicherheit die öffentlichen Forderungen einiger Clubvertreter nach einer weiteren Abstimmung. Die selbstherrliche Stellungnahme der DFL bietet dementsprechend auf unserer Seite mehr Grund zum Kopfschütteln, als dass sie zur Beruhigung beitragen würde. Einige konkrete Aussagen wollen wir im Folgenden aufgreifen, schließlich beweisen diese doch in welcher verkehrten Welt die Treiber hinter dem Deal umhergeistern.

„Mitsprache durch Fans und Mitglieder in den Vereinen gehören wesentlich zum deutschen Fußball“
Immerhin eine überraschend positive Aussage, die das Mitspracherecht der Fans als wichtiges Gut des deutschen Fußballs preist. Überraschend deswegen, da vor allem der Prozess rund um die Abstimmung zum Investoreneinstieg mal wieder gezeigt hat, wie wichtig der DFL die Meinungen der Fans und Mitglieder sind. Fakt ist, dass bei der Entscheidung hinsichtlich des Deals Meinungen der Fans ignoriert und bis zu den massiven Protesten der vergangenen Wochen auch nicht beachtet wurden. Dabei hätte bereits nach den unübersehbaren Einwänden unsererseits im vergangenen Mai klar sein sollen, dass die Anhängerschaften einer Finanzierung durch Private-Equity-Investoren äußerst kritisch gegenüberstehen. Umso bezeichnender, dass die Einladung an Fanorganisationen auch erst Monate nach der illegitimen Abstimmung und den daraus resultierenden massiven Protesten erfolgte. Ein Gespräch auf Augenhöhe, bei dem die Möglichkeit zu Kompromissen besteht, sieht definitiv anders aus.

„Der deutsche Weg: 50+1“
Was zu Beginn nur eine Vermutung darstellte, ist mittlerweile ein offenes Geheimnis. Durch die „Ja“- Stimme von Martin Kind als Vertreter von Hannover 96 wurde klar entgegen der 50+1-Regel gehandelt Sollte der DFL also, wie in ihrem Statement betont, der vermeintliche „deutsche Weg“ wichtig sein, führt kein Weg an einer transparenten Neuabstimmung vorbei. Die Stimme von Hannover 96 muss hierbei gemäß der Weisung des Muttervereins Hannover 96 e.V. von vornherein als „Nein“ gewertet werden. Leider ist das Bekenntnis zu 50+1 nur noch eine leere Worthülse, ausgehöhlt von Sonderregelungen und dem fehlenden Willen der DFL ihrer Wächterfunktion über die Einhaltung der Vorgaben nachzukommen. Das einzig existente „Horrorszenario“ findet wohl aktuell in der Zentrale der DFL statt: Eine juristische Überprüfung der Legitimation der Abstimmung zum Investoreneinstieg vom 11.12.2023!

„Es gibt keinen Einfluss eines Vermarktungspartners auf den sportlichen Wettbewerb, Anstoßzeiten oder Spielorte“
Immerhin findet sich hier eine inhaltliche Vertiefung der vielzitierten „roten Linien“, die der Öffentlichkeit bisher recht schwammig verkündet wurden. Leider wird ein Teil der Realität bewusst verdreht. „Nachhaltig wirtschaftende Clubs“ sind wohl eher eine Wunschvorstellung – das Drängen einiger auf Investitionen Externer verdeutlicht schon recht eindeutig, in welcher finanziellen Schieflage sich viele der Vereine befinden. Rote Linien zählen erst dann etwas, wenn diese dauerhaft und glaubwürdig umgesetzt werden können. Weder wird einer der nun handelnden Protagonisten den Prozess über die nächsten zwanzig Jahre begleiten, noch wird der mögliche Investor langfristig einer ausbleibenden Profitschöpfung tatenlos zusehen. Immerhin geht es sowohl Blackstone wie auch CVC um reine Gewinnmaximierung, nicht um den Erhalt des basisorientierten Profifußballs in Deutschland. Zum jetzigen Zeitpunkt wird bewusst vermieden über eine mögliche Aufsplittung der Spieltage zu sprechen, doch wird gekonnt außen vorgelassen, dass eine indirekte Einflussnahme zur Erwirtschaftung von beidseitig profitabler Gewinnerwirtschaftung die Vereine auf lange Sicht zu eben genau diesem Handeln zwingen wird. In Vorbereitung auf die Rechtevergabe ab der Saison 2025/2026 wurde nicht umsonst eine Steigerung der fanunfreundlichen Anstoßzeit am Sonntagabend um 19:30 Uhr, unter dem Deckmantel der Ausweitung der internationalen Clubwettbewerbe beschlossen. Ein Blick nach Frankreich sollte reichen, um die Möglichkeiten der indirekten Einflussnahme, übrigens ebenso durch den Investor CVC, zu verdeutlichen – selbst die dortigen Antikorruptionsbehörden ermitteln inzwischen wegen der Modalitäten rund um den Einstieg. Dem schnellen Drang nach mehr Geld folgt oft die Notwendigkeit, mehr Veränderung zu wagen. Diese Veränderungen werden uns Stadiongänger wie so oft am härtesten treffen.
„Die DFL sieht eine falsche Kommerzialisierung“

Was reflektiert und zunächst beschwichtigend klingt, ist nicht mehr als heiße Luft. Während man die Kommerzialisierungsspirale auf dem Rücken der Mitglieder der Vereine nahezu überdreht, wird von einer einheitlichen europäischen Kaderkostenobergrenze geschwafelt. Blanker Hohn, sollte man doch hier zunächst vor der eigenen Haustür kehren. Die Annahme, man könne in den anderen europäischen Topligen das Rad zurückdrehen, ist an Absurdität kaum noch zu überbieten. Wer „auf eine gesunde wirtschaftliche Weiterentwicklung setzt“, sollte zunächst den Wettbewerb in den eigenen Ligen fair gestalten. Dazu finden sich wiederholt keine nachvollziehbaren Ansätze, was im Umkehrschluss erneut die Frage offenlässt, wie relevant die Wünsche der Basis für die DFL und insbesondere deren Präsidium sind.
Die thematisierten Aussagen lassen uns wiederholt mit einem düsteren Gefühl in die Zukunft blicken. Eine ehrliche Aufarbeitung rund um die illegitime Abstimmung im vergangenen Dezember ist wiederholt verpasst worden. Stattdessen wird versucht das Bündnis der deutschen Fanszenen durch die Einladung zur Teilnahme an einer reinen Scheindebatte zum Schweigen zu bringen. Unsere Forderung nach einer transparenten Neuabstimmung ist seit Wochen bekannt, nicht einmal eine Erwähnung war das der PR-Abteilung der DFL wert. Ein klares Zeichen an uns, wenn auch nett formuliert – ein Gesprächsansatz auf Augenhöhe scheint seitens der Verantwortungsträger nicht erwünscht zu sein.
Seid euch bewusst: Die deutschen Fanszenen haben einen langen Atem! Eure leeren Worte werden unseren Widerstand gegen euer Vorhaben nicht brechen! Wir sehen uns am Wochenende in den Stadien der Republik!
 
Die Fanszenen Deutschlands im Februar 2024

Forza Gegengerade

Ciao Gegengerade,
der erste Stand von Forza Gegengerade wurde sehr gut angenommen und viele motivierte KSC-Fans haben sich bereits gemeldet.

Beim Heimspiel gegen Wiesbaden wollen wir erneut die Möglichkeit bieten mit uns in Kontakt zu treten. Dies wird dann vorerst auch die letzte Möglichkeit in dieser Saison sein und die nächste Möglichkeit besteht erst wieder zu Beginn der nächsten Sasion.

Nutzt diese Chance und tragt euren Teil zum Wachstum des Fanlebens auf der Gegengerade bei.

Forza Gegengerade!

Der deutsche Fußball bleibt Risikokapital!

Die Rückrunde der Saison 23/24 läuft an, kommendes Wochenende steigen
auch zweite und dritte Liga wieder ein. Unmissverständlich haben wir
über die letzten Wochen und Monate hinweg unsere Haltung zum
DFL-Investoreneinstieg zum Ausdruck gebracht. Was wir bereits in der
Hinrunde deutlich gemacht haben, gilt weiterhin: Wir haben euch im
Blick!
Daher werden wir auch den kommenden Spieltag nutzen, um zu protestieren.
Erneut wird es die ersten zwölf Minuten keinen organisierten Support von
den Kurven geben
Zur inhaltlichen Ablehnung des Deals wurde bereits alles gesagt. Doch
die aktuelle Situation im deutschen Fußball geht weit über die konkreten
Inhalte des Deals hinaus.

In nur wenigen Vereinen wurden die Interessen von Fans- und Mitgliedern
bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt – oftmals nur, weil sie sich
auf einer zufällig anstehenden Mitgliederversammlung Gehör verschaffen,
beziehungsweise bindende Beschlüsse herbeiführen konnten.
Doch in den meisten Fällen wurden Fan- und Mitgliederinteressen
überhaupt nicht berücksichtigt, gewählte Gremien bewusst übergangen und
Interessenskonflikte ignoriert. Zur Krönung des Ganzen deutet alles
darauf hin, dass die entscheidende Stimme nur durch einen Bruch der
50+1-Regel zustande kam. Kein Verein, kein DFL-Geschäftsführer und
insbesondere kein Investor soll das Gefühl bekommen, dieses Problem
aussitzen zu können. Ihr täuscht euch, wenn ihr der Überzeugung seid,
euren Deal allen Widerständen zum Trotz durchboxen zu können. Die DFL
schreibt selbst in ihren Infos zum Investorendeal, dass der deutsche
Fußball seine wesentlichen Kennzeichen, wie die 50+1-Regel, die als
globales Alleinstellungsmerkmal ein hohes Maß an Mitgliederpartizipation
garantiert, bewahren muss. Doch wer seinen eigenen Ansprüchen nicht
gerecht wird und bei Regelbrüchen wegschaut, verliert jede
Glaubwürdigkeit. Wir erwarten von der DFL und damit von unseren
Vereinen, dass die Abstimmung unter völliger Transparenz und Einhaltung
der 50+1-Regel wiederholt wird. Weiterhin fordern wir ein
Mitspracherecht für potenzielle Aufsteiger aus der dritten Liga, worüber
bislang noch überhaupt nicht gesprochen wurde.

Ungelöst bleiben zudem die eigentlichen Probleme des deutschen Fußballs:
Ein externer Private Equity Investor wird als vermeintlich einzige
Lösung angepriesen, weil trotz großspuriger Ankündigungen während der
Corona-Krise immer noch miserabel gewirtschaftet wird. An verbindlichen
Regeln, die nachhaltiges Wirtschaften in den Vereinen durchsetzen, fehlt
es weiterhin.
Auch Ziele und Inhalte, abgesehen von der Maximierung der Erlöse, sucht
man bei der DFL vergebens. An dringend benötigte Maßnahmen, den
Wettbewerb fairer zu gestalten, traut man sich nicht ran.
Die Entscheidung, mit einem Investor die Kommerzialisierungsspirale
weiterzudrehen, ist die Spitze dieses Eisberges. Doch so lange
Faninteressen übergangen werden, können wir euch nur eines garantieren:
Der deutsche Fußball bleibt Risikokapital!

Hintergrundinformationen über den gesamten Themenkomplex, potenzielle
Investoren sowie damit einhergehende Problematiken für den Deutschen
Fußball werden fortan unter folgender Homepage zusammengetragen:
–> https://nein-zu-investoren-in-der-dfl.de/

Die Fanszenen Deutschlands im Januar 2024!

Forza Gegengerade – Dein Beitrag für unsere Kurve

Ciao Gegengerade,

schon länger geistert die Idee durch unsere Köpfe, motivierten KSC-Fans eine Möglichkeit zu bieten, sich aktiv in die Kurve miteinzubringen und Anschluss an andere aktive KSC-Fans zu finden.

Aktuell ist es lediglich möglich, über den Förderkreis Gegengerade die Kurve finanziell zu unterstützen – ein aktives Einbringen scheiterte jedoch an unterschiedlichen Gründen und ist nur über die Gruppen der Kurve möglich.
 
Zur Rückrunde wird dies Geschichte sein und jeder KSC-Fan, der mehr machen möchte, als nur die Spiele zu besuchen, kann sich an unserem Stand (ehemaliger Supporters Stand hinter der Gegengerade) bei Forza Gegengerade eintragen. Der Stand wird vor und nach den Spielen geöffnet sein.

Mit dieser neuen Plattform möchten wir allen eine niedrigschwellige Möglichkeit bieten, sich in die Kurve einzubringen. Alle weiteren Informationen erhaltet ihr an unserem Stand.
 
Forza Gegengerade!

 

 

Es ist noch nicht zu Ende – Nein zu Investoren in der DFL!

Am 11.12.2023 gab die DFL-Mitgliederversammlung mit einer haargenauen
2/3-Mehrheit den DFL-Geschäftsführern einen Freifahrtschein zur
Verhandlung mit potenziellen Liga-Investoren an die Hand. Diese
Abstimmung erzeugte medial Aufmerksamkeit und wurde von den Fanszenen
kritisch begleitet. Nachdem bereits im Mai 2023 eine Zustimmung
scheiterte, wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt und im Dezember erneut
über einen Investoreneinstieg abgestimmt. Völlig unverständlicherweise
wurde nun gänzlich intransparent und anonym abgestimmt und so können
Fans vieler Vereine lediglich mutmaßen, wie ihr Verein votiert hat. In
einigen Fällen gab es klare Mitgliederentscheide und Weisungen, an die
sich die Entscheidungsträger im Sinne der 50+1-Regel bei ihrer
Stimmabgabe zu halten hatten. Durch das intransparente Verfahren ist
eine Kontrolle dieser ausgeschlossen. Unsere Kernforderung bleibt
bestehen, dennoch fordern wir mindestens eine erneute Abstimmung unter
völliger Transparenz und Einhaltung der 50+1-Regel!
 
Wir werden nicht lockerlassen und sind bereit, gegen den weiteren
Ausverkauf und negativen Einfluss von außen auf unseren Fußball zu
kämpfen. Es ist noch nicht zu Ende…
 
Die Fanszenen Deutschlands im Januar 2024

Wir werden kein Teil eures Deals sein!

Das Ergebnis der DFL-Vollversammlung hinsichtlich des Investoreneinstiegs stellt einen Dammbruch für die Bundesliga dar. Wenig ist von der während der Pandemie beschworenen Demut des Profifußballs geblieben – stattdessen entschieden sich die windigen Vereinsvertreter in einem äußerst intransparenten Prozedere für den Weg des Geldes. Wenig überraschend stehen nun auch besonders zweifelhafte Investoren schon mit einem Fuß in der Tür, wodurch sich die viel zitierte Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung endgültig als reine Floskeln entpuppen.

Dass für Entscheidungen dieser Tragweite eine Zustimmung der Mitgliederversammlungen der Vereine zwingend notwendig sein sollte, scheint offenbar nicht mit dem Demokratieverständnis vieler Clubvertreter vereinbar zu sein. Wir als das scheinbare Fußvolk sollen durch die herbeigefaselten „roten Linien“, die die Einflussnahme durch die potenziellen Investoren angeblich begrenzen, ruhiggestellt werden. Doch was eine realistisch bevorstehende Zerstückelung der Spieltage oder gar die Austragung von Topspielen im Ausland angeht, sollten wir Stadiongänger uns dennoch nicht blenden lassen! Ein Vertrag, der über zwei Jahrzehnte abgeschlossen wird, öffnet auf lange Sicht die Büchse der Pandora, die weitere Investoreneinstiege nicht ausschließt – ganz im Gegenteil. Seid euch sicher, die unbändige Gier nach Profit wird sich mit der Zeit nicht legen und gleichzeitig aber die finanziellen Zwänge in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nur noch mehr zunehmen. Die unwirsche Aufforderung an Kritiker, sich der Entscheidung zu unterwerfen und den „Deal“ nicht zu gefährden, zeugt nur von dem fortschreitenden Realitätsverlust in den Gremien der DFL.

Dass wir ein nicht unbedeutender Teil des Produkts Bundesliga sind, das mit all seinen stimmungsvollen und gut gefüllten Stadien glänzt, ist uns durchaus bewusst. Auch wir können uns nicht davon freisprechen, wöchentlich die Fernsehzuschauer mit großen Choreografien und beeindruckenden Gästeauftritten vor die Mattscheibe zu locken. Während der Alltag auf den Rängen in anderen europäischen Topligen oft einem Trauerspiel gleicht, dient die lebendige Fankultur in Deutschland als ein Alleinstellungsmerkmal. Doch gerade deswegen ist unsere Teilhabe an dem Produkt Bundesliga zugleich auch unsere größte Waffe! Wir haben unseren Anteil am Wert des Profifußballs in den eigenen Händen. Nicht nur bei der Abschaffung der Montagsspiele oder der Aussetzung von Kollektivstrafen konnten wir bereits in der Vergangenheit unsere Stärke als Gemeinschaft der Fanszenen unter Beweis stellen. Die Freiheit unserer Kurven und damit auch die der Vereine, denen wir unermüdlich folgen, ist für uns unverhandelbar! Der angebliche Dialog auf Augenhöhe mit der Basis war schon lange eine leere Worthülse – nun müssen wir uns anderweitig Gehör verschaffen! Und um gehört zu werden, wird man von uns nichts hören. Zumindest die ersten zwölf Minuten der Spiele am kommenden Wochenende nicht. Wir sind nicht bereit, dem Ausverkauf des Deutschen Fußballs tatenlos zuzusehen. Um zu verdeutlichen, dass der vielbeschworene 12. Mann bundesweit nicht bereit ist, als Teil der Verhandlungsmasse des DFL-Deals mit dubiosen Investoren herzuhalten, werden wir zwölf Minuten schweigen.

Den Investoreneinstieg sehen wir als einen elementaren Angriff auf den basisorientierten Volkssport Fußball hierzulande. Die Funktionäre mögen Medienrechte verscherbeln können, doch gleichwohl können wir unsere eingebrachten Anteile am Produkt Bundesliga selbst beeinflussen. Unsere Ressourcen im Kampf gegen die Profitgier und Willkür der DFL werden wir kollektiv bündeln. Noch könnten die Geschäftsführer der Liga das verhängnisvolle Investmentprojekt stoppen. Wir werden diesen Weg genauestens im Visier behalten!

Die Fanszenen Deutschlands im Dezember 2023

Gegengerade Weihnachtsmarkt

Ciao Gegengerade,
 
zum Heimspiel gegen Elversberg wird es einen Gegengerade Weihnachtsmarkt geben. Ab 9.30 Uhr gibt’s am Heimspiel allerhand Getränke und Essen zu fairen Preisen, um sich auf das letzte Spiel des Jahres einzustimmen und im Anschluss an den Heimsieg können die drei Punkte dort gefeiert werden. 
 
Der gesamte Gewinn des Tages wird unter dem Motto Karlsruhe solidarisch an den Förderverein der Gartenschule in Ettlingen gespendet, welcher aktuell Spenden für einen neuen Schulbus sammelt. Weitere Infos zur Gartenschule und deren Förderverein findet ihr hier: https://www.gartenschule-ettlingen.de/
 
Gegengerade Karlsruhe solidarisch!
 

Spruchbanderklärung

Vermutlich hat ein Großteil der KSC-Fans die Mitgliederversammlung vergangenen Montag erleichtert verlassen, so blieb doch die erwartete Schlammschlacht aus. Vor der Mitgliederversammlung haben wir uns bewusst ruhig verhalten und lediglich im Hintergrund mit allen Akteuren Gespräche geführt. Ziel dieser Gespräche war es, stets Ruhe einkehren zu lassen und für einen gemeinsamen Weg, zum Wohle unseres Vereins, zu werben. Die Mitgliederversammlung ist aus unserer Sicht gut verlaufen – Martin Müller hat für sein in der Vergangenheit vereinsschädigendes Verhalten auf der Mitgliederversammlung einen Denkzettel bekommen und zumindest eine gewisse Einsicht gezeigt. Der Tenor war einhellig: Es solle wieder Ruhe im Verein einkehren. So wurde der Grundstein für einen gemeinsamen Weg bis zu den nächsten Wahlen gelegt.

Mit Erstaunen mussten wir nun vernehmen, dass mit den Stimmen der GEM Müller und Partner auf der Aktionärsversammlung eine Entlastung des Aufsichtsrates verhindert wurde. Das wirkt wie eine Retourkutsche – die angestrebte Ruhe kehrt damit nicht ein. Im Gegenteil: Die Entscheidung vertieft die bestehenden Gräben und befeuert die ohnehin bereits geräuschvolle mediale Rezeption.

Wir haben vor der Mitgliederversammlung eine klare Linie gezogen, die auch vorher in einem persönlichen Gespräch klar formuliert wurde, und diese Linie wurde jetzt überschritten – eine weitere Zusammenarbeit ist nicht mehr möglich. Das ist spätestens jetzt deutlich geworden.

Martin Müller nimm deinen Hut – zum Wohle des Vereins!

Es bleibt dabei: Nein zu Investoren in der DFL!

Der erste Anlauf einen Investor für die DFL zu gewinnen, ist im Frühjahr dieses Jahres auf der Mitgliederversammlung der DFL krachend gescheitert. Nun unternimmt die DFL einen weiteren Anlauf und möchte am 11.12. eine Entscheidung darüber fällen, die Geschäftsführung erneut in Verhandlungen mit potenziellen Investoren zu schicken und diesen gleichzeitig die Vollmacht zur Unterzeichnung zu erteilen.

Beim ersten Blick auf das neue Vorhaben bemerkt man, dass einige Kritikpunkte von uns Fans bei der DFL angekommen sind, wichtige Kritikpunkte aber unbeachtet geblieben sind. Es ist beispielsweise keine Rede mehr von einem Auszahlungstopf, aus dem u.a. 300 Millionen Euro zur freien Verfügung an die Vereine gegangen wären, welche in erster Linie der „Flutung des Marktes mit Geld“ gedient hätten. Die größten Sorgen von uns Fans wurden zwar augenscheinlich von der DFL erkannt, können uns jedoch auch durch den zweiten Vorschlag für einen Investoreneinstieg nicht glaubwürdig genommen werden. Die DFL mag betonen, dass die „Hoheit über Spielplanung und Anstoßzeiten“ auch in Zukunft bei der DFL liegen wird. Eine Ausgleichszahlung an die Vereine für die Mindereinnahmen durch die Beteiligung des Investors an den zukünftigen Medienerlösen ist jedoch nur für die nächsten fünf Jahre einkalkuliert. Vereine und Investor werden also gleichermaßen darauf angewiesen sein, die Medienerlöse schon in den kommenden fünf Jahren um mindestens neun Prozent zu steigern, nur um den Status Quo zu erhalten. Eine Erklärung dafür, wie man die Medienerlöse kurzfristig signifikant steigern will, auch ohne zusätzliche Anstoßzeiten zu schaffen, liefert die DFL nicht. Die Mechanismen eines Investoreneinstiegs werden vermeintliche „rote Linien“ schon bald verschieben, ohne dass es dafür Stimmrechtsmehrheiten des Investors bedarf.

Auch der zweite Vorschlag für einen Investoreneinstieg in der DFL wird von den Fanszenen Deutschlands trotz der leichten Anpassungen abgelehnt!

Seit Jahrzehnten kritisieren die Fans in Deutschland die zügellosen Ausmaße der Kommerzialisierung. Spieler-, Berater- und Funktionärsgehälter haben mittlerweile völlig ungerechtfertigte Sphären erreicht und sind nicht solide gegenfinanziert. Anders kann nicht erklärt werden, dass die Pläne des Milliarden-Unternehmens Profifußballs nicht aus dem laufenden Betrieb finanziert werden können.

Selbst wenn man die Einschätzung teilt, dass die mediale Aufbereitung nicht gut ist, so bleibt doch die Frage, ob man es sich hier nicht wieder zu einfach macht. Alle anderen Probleme werden totgeschwiegen und die Lösung ist ein Investor? Hier wird eine Kernproblematik der ganzen Branche gespiegelt. Seit Jahren ist die Antwort auf jedes Problem in der Bundesliga das „Hinzuziehen von Partnern“ aka Investoren. Anstatt das eigene Handeln zu hinterfragen, ist man im Kreislauf seines unsoliden und nicht nachhaltigen Wirtschaftens, welches einem erst neulich während der Corona-Pandemie massiv auf die Füße fiel, immer auf der Suche nach dem nächsten Geldhahn. Hat man wirklich nur diese eine Schablone, um Probleme zu „lösen“ und sein Unternehmen zu führen? Ist der Blick zu verengt auf die mediale Aufbereitung eines mäßig spannenden Wettbewerbs? Die Bundesliga hat zahlreiche andere Probleme. Anstatt der um Meilen entfernten Premier League hinterher zu hecheln und erneut auf eine schnelle, externe Finanzspritze zu setzen, sollte der Deutsche Fußball dringend eine eigene solide, nachhaltige Vision mit der Besinnung auf die eigenen Stärken entwickeln.

Auch im neuen Anlauf ist das Ziel klar: Das Rad der Kommerzialisierung soll weitergedreht werden. Doch ist dies nicht eine klare Zockerei? Alle Gedanken um einen neuen Investor basieren auf der Grundannahme, dass die Bundesliga weiterhin ein attraktives Produkt darstellt sowie weiteres Wachstum möglich ist. Woher nimmt man bei der DFL diese Gewissheit? Sorgte in den letzten Jahren nicht gerade die Überkommerzialisierung des Fußballs für eine fortschreitende Entfremdung der Basis vom einstigen „Volkssport Fußball“? Sind die Probleme in anderen Ländern wie Frankreich oder Italien bei der gewünschten Maximierung der Vermarktungserlöse an den handelnden Personen vorbei gegangen?

Doch frei von diesen grundsätzlichen Ansichten bleiben noch weitere inhaltliche Fragezeichen.

Braucht die DFL wirklich einen Investor?

Es scheint wie ein schlechter Witz und ist doch nur ein erneuter Beweis dafür, wie miserabel und nicht nachhaltig im deutschen Profifußball gewirtschaftet wird, wenn man für die im Raum stehende Summe wirklich einen Investor benötigen sollte und dieses Investment nicht aus den eigenen Mitteln stemmen kann. Immerhin erwirtschaften allein die achtzehn Erstligisten zusammen einen jährlichen Umsatz von über drei Milliarden Euro.

Wer investiert überhaupt mit welchem Geld?

Es gibt nach wie vor keinerlei Transparenz, wer die potenziellen Investoren aus dem Bereich Private Equity sind. Jenen Private Equity-Investoren geht es prinzipiell nur um Profit um jeden Preis. Die DFL hat zudem überhaupt keinen Plan, oder sogar kein Interesse, wie zentrale Werte sichergestellt werden und die Mittelherkunft geprüft werden soll. Zumindest Teile des großen Gelds könnten aus Menschenrechtsverstößen, Waffenlieferungen oder sonstigen gesellschaftlichen Problemfeldern entstammen.

Zuschuss zu Auslandsreisen?

Auch hier fehlt jegliche Transparenz, auf welcher Basis diese Zuschüsse ausgezahlt werden. Warum ist dies überhaupt die Aufgabe der DFL? Welchen Mehrwert verspricht man sich von einer Auslandsreise eines Clubs, dessen Einzugsgebiet bereits innerhalb Deutschlands die eigene Region kaum übersteigt? Werden ohnehin schon zur Genüge alimentierte Clubs noch weiter unterstützt, wenn sie ihr Trainingslager in Zukunft bei möglichen „Partnerclubs“ in New York oder Brasilien abhalten?

Ungleiche Verteilung der internationalen Vermarktungserlöse!

Allen voran die internationale Vermarktung wird von der DFL als Hebel für Mehreinnahmen in Zukunft gesehen. Eine weitere Verteilung nach dem aktuellen Vergabeschlüssel, bei möglicherweise noch höheren Einnahmen, würde den Status quo mehr als nur zementieren. Die finanzielle Schere innerhalb der Vereine, aber auch zwischen erster und zweiter Bundesliga würde nur noch weiter auseinander gehen.

Die Entscheidung muss bei der Basis liegen!

Unter diesen Voraussetzungen darf es keine positive Abstimmung über eine reine Verhandlungsmasse geben. Es gibt keinen Grund den DFL-Geschäftsführern einen Freifahrtschein zum Vertragsabschluss zu geben. Wenn, dann muss über einen fertigen und unterschriftsreifen Vertragsentwurf mit einem der Öffentlichkeit bekannten Partner abgestimmt werden. Die Bestätigung dessen, sollte final aber nicht nur durch die Vertreter der zum Großteil ausgegliederten Kapitalgesellschaften, sondern durch die Mitgliederversammlungen aller Stammvereine der DFL erfolgen.

Die Fanszenen Deutschlands im Dezember 2023

KurvenKAlender 2024

Hallo KSC-Fans,

der neue KurvenKAlender 2024 ist ab dem Nürnberg Heimspiel am Stand der Gegengerade und rund ums Stadion erhältlich. Außerdem gibt es den Kalender im RIOT Café (Adlerstraße 9) und am Stand von Fächerbräu auf dem Karlsruher Christkindlesmarkt.

Einen Versand bieten wir dieses Jahr nicht an.

Der Kalender im DIN A4 Format führt euch mit Bildern der letzten Saison durchs kommende Jahr. Neben einer Information zum jeweiligen Spiel sind einige wichtige Daten vom Verein und der Fanszene enthalten.

Infos zum Sonderzug nach Berlin

Hallo KSC-Fans,

zuerst möchten wir uns bei euch bedanken, dass ihr so zahlreich mit uns gemeinsam im Sonderzug nach Berlin fahren werdet.

Wie ihr wisst, wird die Fahrt in Eigenregie von ULTRA1894 und den Supporters Karlsruhe organisiert. Das bedeutet, dass der Zug von uns gemietet wurde und wir für jeden noch so kleinen Schaden haftbar gemacht werden. Wir werden es deshalb nicht dulden, wenn jemand im Zug das Inventar beschädigt. Jeder ist dabei für seinen reservierten Platz verantwortlich. Auch Glasflaschen sind im Zug nicht gestattet. Wir haben ausreichend Getränke und Essen an Bord, sodass ihr nichts weiter braucht als euer Zugticket und eure Eintrittskarte. In jedem Waggon gibt es Ordner, die die Regeln durchsetzen werden und euch für Fragen zur Verfügung stehen. Diese sind an den gelben Westen zu erkennen. Schaut bitte auch, dass die Toiletten sauber bleiben. Das Rauchen ist ausschließlich in den Partywaggons gestattet.

Wir treffen uns alle um 3.15 Uhr auf Gleis 8 des Karlsruher Hauptbahnhofs. Um 04:08 Uhr ist Abfahrt.

Achtung: Es wird keinen Halt in Durlach und Bruchsal geben!

Auf eurem Ticket steht die Nummer des Waggons, in dem ihr euren reservierten Sitzplatz habt. Bitte steigt auch direkt dort ein. Die Zugkarten werden direkt beim Einstieg von den Ordnern kontrolliert.

Jeder Mitarbeiter im Gegengerade Express ist, wie ihr auch, KSC-Fan und hat für seine Zugfahrt bezahlt. Alle arbeiten freiwillig und ohne Entlohnung. Bitte denkt daran, wenn es mal etwas länger dauert oder nicht auf Anhieb klappt.

Ganz wichtig: Unser Verein bestreitet eines seiner wichtigsten Spiele der Saison und ist gerade in Berlin auf die Unterstützung jedes einzelnen KSC-Fans angewiesen. Bleibt bitte in einem Zustand, in dem dies noch möglich ist!
Auch unser Auftreten innerhalb des Stadions in dem wir ja nicht im eigentlichen Gästeblock stehen sondern im Oberring der Gegengerade quasi Heimbereich sollte angemessen sein, wir sind schließlich Gast bei unseren Freunden.

Auf einen unvergesslichen Tag gemeinsam mit den Herthanern!