ProFans fordert Gleichbehandlung von Fans und Funktionären – Unschuldsvermutung gilt nicht nur für Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger und Horst R. Schmidt

profansSeit seiner Gründung kritisiert das Fanbündnis ProFans die Anwendung von Stadionverboten und fordert die Unschuldsvermutung für Fans wie auch für Funktionäre. Ein besonders schillernder Fall der Ungleichbehandlung durch Vereine und Verbände zeigt sich an den Ermittlungsverfahren gegen die Herren Niersbach, Zwanziger und Schmidt wegen Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall.

Alle Vereine und die Verbände haben sich in den „Richtlinien zur einheitlichen Behandlung von Stadionverboten“ auf gemeinsame Grundsätze zur Vergabe von Stadionverboten geeinigt. Fans kritisieren insbesondere die verpflichtende Verhängung von Stadionverboten auf Grund eines aufgenommenen Ermittlungsverfahrens. Bei vielen Fans stellt sich im Laufe der Ermittlungsverfahren heraus, dass ihnen keine Schuld nachgewiesen werden kann oder die Betroffenen sogar unschuldig sind. „Dennoch müssen die meisten Fans in diesem Zeitraum auf Grund des verhängten Stadionverbots mit erheblichen Einschränkungen ihrer freien Lebensgestaltung leben“, fasst ProFans-Sprecher Jonas Negenborn zusammen.

Immer wieder muss dabei festgestellt werden, dass die Verbände und Vereine mit unterschiedlichen Maß messen. Das aktuelleste Beispiel datiert vom 3. November 2015 – an diesem Tag verkündete die Frankfurter Staatsanwaltschaft die Aufnahme von Ermittlungsverfahren gegen Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger und Horst R. Schmidt auf Grund des Verdachts der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall.

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ProFans blickt auf das Fußballjahr 2015 zurück und benennt Herausforderungen für 2016

profansAuch für die bei ProFans angeschlossenen Gruppen ging mit 2015 ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Ein Jahr, gekennzeichnet durch unerfreuliche Ereignisse wie Fanutensilienverbote, Regressforderungen, fanfeindliche Anstoßzeiten und durch das Verlassen der Dialogstrukturen beim DFB. Lichtblicke im Sinne der aktiven Fans wurden, wenn überhaupt, zumeist lediglich auf lokaler Ebene erreicht.

Mit der Verleihung des Spielansetzungsmonsters SAM weist das Fanbündnis seit der Saison 2014/15 auf die Missstände bei den Spielansetzungen hin. „Durch einen immer weiter zerstückelten Spieltag und die unsäglichen Freitags- bzw. Montagsspiele wird es vielen Auswärts- und Heimfans immer schwieriger die Spiele ihrer Mannschaft zu besuchen“, fasst ProFans-Sprecher Jonas Negenborn zusammen. Eine Mischung aus kommerziellen Interessen und teilweise nicht nachvollziehbaren polizeilichen Auflagen führten zu untragbaren Ansetzungen auch in der Hinrunde 2015, an deren Ende die Fanszene des Hamburger Sportvereins als Gewinnerin des SAM gekürt werden musste.
Einziger kleiner Lichtblick bleibt hierbei, dass die DFL an ihrer Linie einer relativ frühen Terminierung festhält. „Dieser Umstand gibt den Fans schon mehr Planungssicherheit“, räumt Jonas Negenborn ein. „Nichtsdestotrotz führen die Fankurven hier eine Abwehrschlacht und es werden immer neue Spieltermine diskutiert.“ Zuletzt führte u.a. die Ansetzung der ersten Runde im DFB-Pokal zu einer Welle des Protestes in den Fankurven. ProFans weist mit Nachdruck darauf hin, dass aufgrund der fanfeindlichen Terminierungen selbst bei den Branchengrößen der Kartenvorverkauf teilweise immer schwerfälliger läuft.

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Fanorganisationen verlassen Dialogstrukturen des DFB

profansDie unabhängigen Fanorganisationen ProFans, UnsereKurve, Queer Football Fanclubs und F_in Netzwerk Frauen im Fußball haben am 14. Oktober 2015 den bestehenden Fandialog innerhalb der Kommission Sicherheit, Prävention und Fußballkultur beim Deutschen Fußball Bund (DFB) beendet.

Ergebnisorientierte Gesprächsbereitschaft und Wertschätzung wurden über Jahre hinweg nicht etabliert. Reform von Dialog- und Beschlussstrukturen wird gefordert.
Gemeinschaftlich haben die großen, mitgliederstarken Fanorganisationen „ProFans“ und „UnsereKurve“ als auch die Queer Football Fanclubs und F_in keinen dauerhaften und ernsthaften Willen des Verbandes DFB erkennen können, mit Fußballfans einen transparenten und zielführenden Dialog etablieren zu wollen. Die Arbeit der AG Fanbelange / Fanarbeit, dem einzigen Gremium für einen institutionalisierten regelmäßigen nationalen Dialog des DFB mit Fußballfans, wurde bisher konsequent aus der Öffentlichkeit herausgehalten. Dadurch wird das Bild der Fußballfans fast ausschließlich durch polarisierende Politiker, Polizeigewerkschafter und Medien geprägt. “Hier wird regelmäßig die Chance vertan, einen sachlichen, fachlichen Gegenpol zu der oftmals hysterischen Darstellung zu bilden!”, so eine Vertreterin von F_in.

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ProFans lässt nicht locker: Fußball für die Fans! Für fangerechte Spieltermine!

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Zum Saisonstart der 1. Bundesliga wendet ProFans sich erneut öffentlich gegen die Spieltagszersplitterung und gegen Wochentagsspiele der Liga, nachdem bereits am Pokalwochenende in vielen Stadien Spruchbänder mit der Forderung nach fanfreundlichen Spielterminen zu sehen waren.

Höheren Fernseheinnahmen zuliebe werden die Spieltage der ersten Ligen zunehmend auf viele Termine verteilt. Damit nimmt die DFL auf die Bedürfnisse der mitreisenden Fans herzlich wenig Rücksicht. Ganz davon abgesehen, sind Wochentagsspiele auch für viele Heimzuschauer problematisch. Allerdings steht nicht der Ligaverband allein in der Verantwortung, sondern ebenso die ihm angehörenden Vereine selbst sowie der DFB. ProFans-Sprecher Jakob Falk erklärt: „Auch der DFB muss deutlich kritisiert werden. Die Anstoßzeiten im DFB-Pokal und sogar in der 3. Liga sind zum Teil eine üble Zumutung für aktive Fans. Während über künftige Montagsspiele in der 1. Liga diskutiert wird, terminiert der DFB bereits seit Jahren Pokalspiele der 1. Runde auf den Montag.“

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ProFans kritisiert erneute Kollektivbestrafung und fordert Reformierung des DFB-Sportgerichtes

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Das Fanbündnis ProFans reagiert mit Verärgerung auf die erneute Kollektivbestrafung einer Fanszene durch das DFB-Sportgericht. Mit seinem Urteil beweist der DFB zum wiederholten Male seine Beratungsresistenz in Sachen Fanangelegenheiten. Seit Jahren kritisiert ProFans die Praxis, auf vermeintliches Fehlverhalten mit Kollektivstrafen und Materialverboten zu reagieren und verlangt vom DFB endlich eine Abkehr von dieser Praxis.

ProFans stellt in diesem Zusammenhang fest, dass der DFB mit dem neuen Urteil seinen konfrontativen Kurs gegenüber den Fanszenen beibehält. Die Bestrafung trifft wieder einmal hauptsächlich Unbeteiligte und widerspricht zudem den eigenen Verbandsempfehlungen.

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ProFans fordert die Abschaffung von Freitags – und Montagsspielen

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Auch ProFans hat die öffentliche Diskussion um die Ideen der Deutschen Fußballliga zur Kenntnis genommen.
Ursprünglich aus der Initiative “Pro15:30″ hervorgegangen, sind die Spielansetzungen schon immer ein Kernthema der Bündnisarbeit von ProFans.Seit der Saison 2014/2015 hat ProFans den Fokus noch einmal deutlicher auf das Thema Anstoßzeiten gesetzt.
Nach einer aktiven Spielzeit mit viel Öffentlichkeitsarbeit durch die kontinuierliche Dokumentation fanunfreundlicher Anstoßzeiten (Vergabe des Negativpreises „SpielAnsetzungsMonster“), sowie der Formulierung von Kompromissvorschlägen (Offener Brief an den Geschäftsführer der DFL im Februar 2015) und mehreren direkten Gesprächen mit der DFL, überschattet der jüngst bekannt gewordene Vorschlag einer Einführung von Montagsspielen in der 1. Bundesliga den Prozess.

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Offener Brief an den Geschäftsführer der DFL

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Sehr geehrter Herr Seifert,

die Bundesliga ist seit Jahrzehnten eine der attraktivsten Fußballligen der Welt. Hochklassiger Fußball begeistert die Zuschauer, eindrucksvolle Choreographien und bedingungslose Leidenschaft locken jedes Wochenende Hunderttausende in die Stadien und vor den Fernseher.
Dieses Alleinstellungsmerkmal gilt es zu stärken. Die Fans im Stadion sind ein bedeutender Bestandteil der Attraktivität des deutschen Fußballs. Die Bundesliga bietet hier im weltweiten Vergleich etwas ganz Besonderes: ausverkaufte, stimmungsvolle und euphorische Stadien. Ohne Emotionen wäre der Profifußball in Deutschland deutlich weniger reizvoll, nicht nur für die Stadionbesucher, sondern auch für die Zuschauer am Fernseher. Die Unterstützung der Fans in den Stadien lässt den Zuschauer aktiv am Geschehen teilnehmen und stärkt die emotionale Bindung zum Fußball. Gleichzeitig berichten Spieler immer wieder, welche Bedeutung es für sie hat, vor vollen und emotionalen Rängen spielen zu können.

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Pro­Fans legt in der neuen Sai­son den Fokus auf fange­rech­te An­stoß­zei­ten

profansBerlin, den 18. Juli 2014 -Während beim Großteil der Sportbegeisterten sich das WM-Fieber allmählich abkühlt, hat für viele Fans und Ultras der Vereine schon wieder der Alltag begonnen. Der Alltag beginnt für alle aktiven Fans dieses Landes mit dem Blick auf den Spielplan der neuen Saison. Bereits auf den ersten Blick erscheinen einige Ansetzungen, die vor allem bei den auswärtsfahrenden Fans für Kopfschütteln sorgen. Die Fans vom FC Sankt Pauli etwa müssen an einem Freitagabend (Anpfiff 18:30 Uhr) mehr als 600km bis nach Aalen fahren. Ähnlich ergeht es den Fans von Borussia Dortmund, die ebenfalls an einem Freitag (Anpfiff 20:30 Uhr) in Augsburg spielen. Von der 1. bis zur 3. Liga lassen sich diese Beispiele allein für die ersten Spieltage fortsetzen. Wieder einmal ist nicht ersichtlich, dass es für die DFL eine Notwendigkeit gegeben haben könnte, zu diesen fanunfreundlichen Terminierungen zu kommen.

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ProFans kündigt Dialogbereitschaft mit Rainer Wendt (Vorsitzender DPolG)

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Hamburg, den 29. August 2013 – Der Dialog aller am Fußball beteiligter Organisationen, Institutionen und Netzwerkpartner ist für ProFans ein unabdingbares Mittel zur Konfliktlösung. Nur mit gegenseitigem Respekt und in sachlichen Diskussionen lassen sich mögliche Differenzen klären. Daher sitzen Vertreter von ProFans und anderen Fanorganisationen in regelmäßigen Runden mit Verbandsvertretern an einem Tisch, stellen sich der Diskussion mit Fanprojekten, Fanbeauftragten und auch Polizeivertretern auf den Regionalkonferenzen, aber auch auf lokaler Ebene. Leider werden solche sachlichen Gespräche zu oft von Hysterie und Populismus überschattet. Seien es Medienvertreter selbst, aber auch Funktionäre, Politiker und Vertreter spezieller Interessengruppen. Read more

ProFans: Polizeieinsatz in Gelsenkirchen muss Konsequenzen haben

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Das Positive vorweg: ProFans dankt dem FC Schalke 04 für die Loyalität gegenüber seinen Fans. Es gibt sicher nicht viele Vereine, die sichderart bedingungslos schützend vor ihre Fans stellen und unabhängig von der öffentlichen Meinung einen Polizeieinsatz verurteilen. Vollkommen zu Recht übrigens, denn der Einsatz der Polizei gegen friedliche Fußballfans hat eine neue Qualität erreicht.

Es ist eine Schande für den Rechtsstaat, was am Abend des 21. August 2013 in der Arena auf Schalke passiert ist. Da befiehlt ein Einsatzleiter, einen vollen Block zu erstürmen, weil dort eine in Deutschland vollkommen legale Fahne hängt. Nämlich die der Republik Mazedonien (von1992 bis 1995), versehen mit der Aufschrift „Komiti Düsseldorf“. Komiti Düsseldorf ist eine Sektion der mit den Ultras Gelsenkirchen befreundeten Komiti Skopje.

Die Fahne habe den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt, will die Polizei Gelsenkirchen wissen. >>> Weiterlesen auf ProFans.de