Bündnis ProFans zum Ergebnisbericht der „Taskforce“ Zukunft Profifußball: Nein, wir sind nicht enttäuscht, denn wir haben nichts anderes erwartet

profans

Heute hat die DFL den zusammenfassenden Ergebnisbericht der „Taskforce“ Zukunft Profifußball veröffentlicht. Wo man sich umhört, findet man Stimmen der Enttäuschung über die unverbindlichen, schwammigen und viel zu kurz gedachten Ansätze. Bei ProFans ist niemand enttäuscht, denn nichts anderes haben die von dem Bündnis vertretenen Gruppen erwartet.

Wenn man das von ProFans unterstütze Papier der fan-getragenen Initiative Profifußball mit dem Ergebnisbericht der sogenannten Taskforce vergleicht, fällt sofort die ganz unterschiedliche Qualität ins Auge. Während die Fans auf Grundlage gründlicher Analysen zu Handlungsschlussfolgerungen kommen, die von konkreten Problemlösungs-Vorschlägen getragen sind, kommt es bei der „Taskforce“ lediglich zu Absichtserklärungen und völlig unverbindlichen Handlungsempfehlungen. Letztere beschränken sich zudem größtenteils auf die Beschreibung ganz allgemeiner Ziele oder aber sie zielen auf die Einsetzung nachfolgender, neu zu schaffender Gremien ab und bleiben somit weitgehend ergebnisoffen.

„Das ist kein Ergebnis einer wirklichen Taskforce, die schnell und entschlossen das Ruder in die richtige Richtung bringt, sondern es ist der Kompromiss eines Laberladens, wo keiner dem anderen wehtun will“, fasst Jörn Brauer von ProFans die Einschätzung des Bündnisses zusammen.

Anstatt den Fokus auf das Zurückführen der Ausgabenseite auf ein vernünftiges Maß zu legen, empfiehlt die „Taskforce“ im 4. Punkt sogar, die ausgezehrte Kuh noch weiter zu melken und zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen. Gerade einmal eine Deckelung der Ausgaben für Beratungsleistungen soll angestrebt werden (Punkt 9). Mit allem anderen, was zur wirtschaftlichen Stabilität führen könnte, will man auf europäische oder globale Reformen warten. Geradezu unglaublich weltfremd liest sich aus Sicht der aktiven Fans die Passage im Punkt 8, dass das Engagement professioneller Investoren für mehr Wettbewerb sorgen könne. Offenbar hat das Gremium völlig den Blick dafür verloren, dass die Fans sich für den Wettbewerb auf sportlicher Ebene – bei annähernd vergleichbaren wirtschaftlichen Voraussetzungen – begeistern und nicht für den finanziellen Überbietungswettbewerb beim Einkauf von „Spielermaterial“.

Bezeichnend ist auch, dass der „Taskforce“ zur Wiederbelebung des festgefahrenen Dialogs mit den Fangruppen nichts anderes einfällt, als weiterhin auf Formate unter Federführung des Verbandes zu setzen – wohlbemerkt ohne diesen Formaten irgendeine Verbindlichkeit zuzuweisen, zum Beispiel etwa nach dem Muster der Mitwirkungsrechte von Belegschaftsvertretungen in Wirtschaft und Behörden.

„Mutige Schritte sehen ganz anders aus. Einen netten Anstrich von Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung, darauf konnten sie sich noch einigen. Für eine wirkliche Kursänderung fehlt jedoch der Wille“, resümiert Sprecher Sig Zelt. Na dann: Gute Nacht.

ProFans, im Februar 2021

Karlsruhe solidarisch – Zwischenstand

Zuallererst möchten wir uns bei allen bedanken, die sich in irgendeiner Weise eingebracht haben. Es wurden über 600 T-Shirts bestellt, zusätzlich gab es viele kleine und große Geldspenden. Danke an alle KSC-Fans, Fanclubs und andere Einzelpersonen im gesamten Bundesgebiet.

Insgesamt konnten durch die Spendensammlung, abzüglich der Kosten für Druck und Versand der bestellten T-Shirts, über 18.100€ gesammelt werden. Diese stolze Summe bringt das Projekt „Fußball macht satt!“ nicht nur durch den Winter, sondern garantiert, dass wohnungslose Menschen in Karlsruhe fast das gesamte nächste Jahr über weiter mit zubereiteten Mahlzeiten beliefert werden können. Der genaue Betrag lässt sich zwar erst errechnen, wenn alle Bestellungen verschickt bzw. ausgefahren wurden. Aber mit dem vorläufigen Ergebnis sind wir schon jetzt mehr als zufrieden, weil es zeigt, dass wir gemeinsam viel erreichen können und die KSC-Familie andere Karlsruherinnen und Karlsruher nicht im Stich lässt.

Wir haben die T-Shirts Ende letzter Woche bei einer kleinen Karlsruher Druckerei in Auftrag gegeben, um auch diese in der schwierigen Zeit zu unterstützen. Die T-Shirts werden von Hand bedruckt und auch nur auf Bestellung, um eine Überproduktion zu vermeiden. Weitere Bestellungen sind ab jetzt nicht mehr möglich.

Unser Ziel ist es die T-Shirts noch vor Weihnachten zu verschicken bzw. auszufahren. Garantieren können wir das jedoch nicht.

Das Konto für Geldspenden an das Projekt „Fußball macht satt!“ bleibt weiterhin geöffnet.

Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe
DE 59 660501010009016809
Verwendungszweck: „Fußball macht satt“

Karlsruhe steht zusammen, Karlsruhe ist solidarisch!

Kurvenkalender 2021 – Update

Hallo KSC-Fans,

die Bestellungsphase ist beendet.

Die Kurvenkalender werden ab dem Wochenende an euch versendet und sind somit rechtzeitig vor Weihnachten bei euch.

Für diejenigen, die keinen Kalender vorbestellt haben, bieten wir nochmals zwei Verkaufstermine in Karlsruhe beim Fächerbräu Pop-Up Store an. Aber nur solange der Vorrat reicht!

Des Weiteren bieten wir bei der Gelegenheit auch ausgewählte Artikel des Ultrastandes an.

Falls ihr also noch ein paar Weihnachtsgeschenke benötigt: kommt vorbei und greift zu.

Der komplette Erlös des Verkaufs kommt der Choreokasse zugute.

ULTRA1894

Moser hilft! 2020 – Sachspende

Hallo Gegengerade, hallo KSC-Fans,

wie in den letzten Jahren wollen wir auch diesen Winter wieder Kleiderspenden sammeln. Das IGLU hat uns mitgeteilt, dass sie sich freuen, wenn wir wieder gemeinsam ihre Kleiderkammer auffüllen. Das IGLU ist eine Einrichtung in der Karlsruher Innenstadt für Jugendliche und junge Erwachsene ohne Zuhause. Auch in den letzten Jahren haben wir für das IGLU gesammelt und weil die Besucher und Besucherinnen so zufrieden mit unseren Kleiderspenden waren, werden dort mittlerweile kaum noch andere Kleiderspenden angenommen. Dass unsere Hilfe dort so gut ankommt, freut uns natürlich und ist für uns Ansporn, auch dieses Jahr wieder eine ordentliche Ladung an Klamotten abzuliefern, die die jungen Besucherinnen und Besucher des IGLUs auch gerne anziehen.

Durch unsere große Kleiderspende im letzten Winter ist der Bedarf des IGLUs an Kleidung jedoch deutlich kleiner. Auch die Kleiderkammern der anderen Karlsruher Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe sind aktuell sehr gut gefüllt. 

Der zweite Teil der diesjährigen Kleiderspende geht an die Winterhilfe Lesbos. Dort gibt es einen hohen Bedarf, da es dort sehr kalt ist und die Menschen unter den katastrophalen Zuständen leiden. Die Organisation Space-Eye sammelt Kleidung und andere Hilfsgüter und schickt diese an die griechische Organisation Attika Human Support. Attika Human Support verteilt die Spenden vor Ort in den Lagern für Geflüchtete.

Gesammelt werden ausschließlich die folgenden Artikel:

1.    Kleidung für Kinder:
Bitte keine Kinderschuhe
Oberteile: Alter 0-2, 3-5, 6-12
Jacken: Alter 0-2, 3-5, 6-12
Hosen: Alter 0-2, 3-5, 6-12
Unterwäsche, Bodies: Alter 0-2, 3-5, 6-12
2.    Unterwäsche für Frauen, neu
3.    Hygieneartikel, bitte möglichst vorsortiert und beschriftet! (Seife, Shampoo, Zahnpasta, Zahnbürste, Duschgel, Deo, Rasierer, Windeln, Wundcreme)
4.    Hosen für Männer, Größe M – bitte keine Skihosen!
5.    Oberteile für Männer, Größe M
6.    Jacken für Männer, Größe M
7.    Warme Wintersocken, bevorzugt Größe 42-43
8.    Feste Schuhe für Männer, Größe 42/43
9.    Unterwäsche für Männer, neu

Wenn Ihr die Artikel entsprechend sortiert und beschriftet abgebt, erleichtert Ihr uns die Arbeit.
Bitte beachtet die Einschränkungen bzgl. der Größen (Männerkleidung Größe M bzw. Größe L für das IGLU) und dass ausschließlich neue Unterwäsche angenommen wird!

An den folgenden Terminen habt Ihr die Möglichkeit, Eure Spenden im Fanprojekt Karlsruhe abzugeben:

Sonntag, 13.12. von 11 bis 17 Uhr
Dienstag, 15.12. von 18 bis 20 Uhr
Mittwoch, 16.12. von 18 bis 20 Uhr

Eine Becherspende im Stadion wie in der Vergangenheit können wir dieses Jahr leider nicht durchführen. Falls Ihr aktuell ein paar Euro für einen guten Zweck loswerden wollt, ist Euer Geld bei der Aktion Karlsruhe solidarisch gut aufgehoben. Ihr unterstützt damit, dass Karlsruher Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe mit zubereiteten Mahlzeiten beliefert werden.

Vielen Dank an alle, die helfen! Lasst uns gemeinsam zeigen, was Solidarität in dieser Krisen-Zeit bedeutet!

PHÖNIX SONS 1999
ULTRAS KARLSRUHE

TV-Gelder fair verteilen!

Im Frühling sahen sich die Fußballvereine der ersten beiden Ligen ob wirtschaftlicher Zwänge in der Not, den Spielbetrieb schnellstmöglich wieder aufzunehmen. Die zügige Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den TV-Sendern wurde als einzige Möglichkeit ins Feld geführt, um einen wirtschaftlichen Kollaps des Systems Profifußball in Deutschland zu verhindern.

Um hierfür während noch unklarer Pandemielage für Verständnis zu werben, zeigten sich Vereine und Verbände selbstkritisch. Es gebe Fehlentwicklungen, man könne nicht so weitermachen, es brauche neue Rahmenbedingungen für den Fußball.

Dann rollte der Ball wieder, die Saison ging zu Ende, die nächste Spielzeit begann. Reformen? Fehlanzeige! Wenigstens ein Grundsatzbeschluss, der den Willen zur Veränderung bekundet? Fehlanzeige!

Stattdessen Schweigen im Walde bei den großen Protagonisten des „Re-Start“.

Nun steht die Entscheidung über die künftige Verteilung der Einnahmen aus der nationalen und internationalen TV-Vermarktung bevor. Hier hören wir nun endlich einige reformwillige Stimmen aus dem Ligaestablishment. Diese Stimmen sind auch verdammt wichtig. Doch noch bleiben die Forderungen hinter den bekannten Erwartungen vieler Fans, wie dem detaillierten Konzept von „Zukunft Profifußball“, zurück. Die Neuverteilung der TV-Gelder ist gleichzeitig ein Test, ob die Worte im Frühjahr die erwartete Nebelkerze oder doch ehrlich gemeint waren. Eine deutlich gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder kann nicht alle Fehlentwicklungen der letzten 30 Jahre rückgängig machen, aber sie ist ein erster Schritt in Richtung substanzieller Veränderungen. Weitere Reformen zur Förderung eines ausgeglicheneren Wettbewerbs, aber auch eines nachhaltigen Wirtschaftens müssen folgen.

Der Ball befindet sich nach wie vor bei den Funktionären der Vereine und Verbände. Wenn der Fußball als gesamtgesellschaftliches Ereignis eine Perspektive haben soll, tun diese gut daran, die Vorschläge aus den Kurven endlich ernst zu nehmen und als Auftrag zu begreifen.

Fanszenen Deutschlands

 

Karlsruhe solidarisch – Update

„Der Ball rollt, doch das System bleibt krank.“ Dieses Banner hängt seit Beginn der Pandemie während der Spiele vor unserer leeren Kurve. Statt sich um eine wirkliche Reform des kranken Systems Profifußball und damit für mehr Nachhaltigkeit im Fußballgeschäft zu bemühen, legt die DFL ihren Fokus darauf, die Geldmaschinerie am Laufen zu halten. Für uns jedoch ist eine Rückkehr zum Tagesgeschäft unter diesen Bedingungen nicht vorstellbar. Es ist nicht absehbar, wann die Kurve wieder in gewohnter Manier unseren Verein nach vorne peitschen wird. Deshalb haben wir uns seit Beginn der Pandemie dazu entschlossen, unsere Zeit und Kraft für andere Dinge zu nutzen, die momentan wichtiger sind.

Im März starteten wir in Kooperation mit dem Fanprojekt, den Supporters und dem KSC eine Nachbarschaftshilfe, um Menschen aus Risikogruppen beim Einkauf zu unterstützen. Der Schwerpunkt unserer Aktion hat sich im Lauf des Jahres verändert, sodass mittlerweile mehrere Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe unserer Stadt regelmäßig mit zubereiteten Mahlzeiten beliefert werden. Dies gelang vor allem durch die große Spendenbereitschaft der KSC-Familie, einzelnen Großmärkten, Unternehmen und anderen Einzelpersonen. Hierfür nochmal ein großes Dankeschön!

Mittlerweile wurden über 8000 Mahlzeiten ausgeliefert, doch so langsam neigt sich das Budget dem Ende zu. Unser Ziel ist es, das Angebot mindestens über den Winter zu bringen und so diese Personen in schwierigen Lebenslagen weiterhin zu unterstützen. Denn gerade wohnungslose Menschen trifft die Pandemie besonders stark. Bezahlbarer Wohnraum in Karlsruhe ist knapp und selbst wenn die Menschen ein Dach über dem Kopf haben, reicht das Geld oft nicht für Essen. Seit Ausbruch der Pandemie, waren soziale Einrichtungen als Anlaufstelle für diese Menschen durchgängig geöffnet. Neben den Post- und Paketzustellenden, Pflegekräften und Angestellten in Supermärkten etc., leisten die sozialen Einrichtungen derzeit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft, oft unterfinanziert und am Rande der Belastungsgrenze.

„Jeder für Jeden, alle für dich!“ heißt es in unserer Vereinshymne. Dieser Leitspruch endet für uns jedoch nicht an den Stadiontoren. Was für unsere Kurve gilt, gilt auch für unsere Stadt und alle, die in ihr leben. Karlsruhe steht zusammen, Karlsruhe ist solidarisch. Mit dem passenden Shirt können jetzt alle diesen solidarischen Grundgedanken weitertragen und gleichzeitig die Aktion „Fußball macht satt“ finanziell unterstützen. Ab einer Spende von 25€ an das Spendenkonto bekommt ihr ein Shirt zugeschickt. Wer kann und will darf aber auch gerne mehr spenden. Jeder gespendete Euro kommt „Fußball macht satt“ zugute. Wer ein Shirt will, spendet den gewünschten Betrag, mindestens aber 25€, an das unten angegebene Konto. Im Verwendungszweck bitte Name, Adresse, Größe und Schnitt (tailliert oder untailliert) angeben (Bsp.: Max Mustermann, Musterstr. 1312, 76133 Karlsruhe, L, untailliert). Alternativ ist auch eine Bestellung über PayPal (paypal.me/centhintermkomma) möglich. Bitte tätigt bei beiden Zahlungsmethoden für jede Shirt-Bestellung eine eigene Überweisung, damit wir nicht den Überblick verlieren. Bestellen könnt ihr bis zum 2.12.2020.

Die Daten werden nach dem Versand wieder gelöscht.

Spendenkonto:

Cent hinterm Komma e.V

IBAN: DE90 6602 0500 0008 778900

BIC:BFSWDE33KRL

Karlsruhe solidarisch!

ULTRA1894 – Alles für Karlsruhe

Der Ball rollt, doch das System bleibt krank

Wir drehen die Uhr ein Jahr zurück. Es gibt irgendwo in Deutschland ein Hochrisikospiel. Der Ausschluss von Gästefans wird diskutiert, irgendjemand wirft mal wieder die Debatte um personalisierte Tickets auf und an das Alkoholverbot bei solchen Spielen hat man sich fast schon gewöhnt. Von den Fanszenen gibt es Widerstand. Das Spiel läuft friedlich ab. Diskussionen um Einschränkungen haben sich erst einmal (wieder) erübrigt.

2020 ist Coronajahr. Seit mehreren Monaten müssen wir in vielen Bereichen mit Einschränkungen leben. Sie sind sinnvoll und angebracht, um das Virus einzudämmen. Doch da es bei verschiedenen Freizeitangeboten durch entsprechende Hygienekonzepte bereits eine Rückkehr zur Normalität gibt, zieht auch der Fußball nach. Die DFL sieht in ihrem Konzept u.a. ein beschränktes Zuschaueraufkommen, ein Verbot von Gästefans, personalisierte Tickets, Abstandsregelungen oder ein Alkoholverbot vor. Widerstände gibt es dieses Mal keine, denn die Maßnahmen sind wichtig, um das Infektionsrisiko gering zu halten und mögliche Infektionsketten nachzuverfolgen.

Die Maßnahmen sind notwendig, um eine Rückkehr von Zuschauern ins Stadion überhaupt zu ermöglichen. Und so viel darf verraten sein: Der ein oder andere von uns wird so schnell wie möglich auch wieder im Stadion sein, um die Spiele live zu verfolgen.

Doch vereinbar mit dem Ausleben einer Fankultur sind die Maßnahmen sicher nicht. Das fordern wir auch gar nicht, da sie gesundheitspolitisch eben ihren Sinn haben. Aber es gilt, sie kritisch zu hinterfragen. Der DFL kann man als Fußballfan nicht trauen. Noch schlimmer: Corona hat gezeigt, wie wenig nachhaltig und sehr krisenanfällig der deutsche Fußball ist. Die DFL sollte mit sich selbst beschäftigt sein – ist es aber scheinbar nicht.

Keine ihrer Worthülsen zur Etablierung eines nachhaltigen Fußballs (siehe Forderungen der Fanszenen Deutschlands Mai 2020) hat sie bis jetzt erfüllt. Der Präsident des Sächsischen Fußballverbandes möchte sogar gerne personalisierte Tickets nach Ende der Maßnahmen beibehalten. Und inwiefern etwa ein Alkoholverbot die Pandemie eindämmen soll, bleibt fraglich. Zu den weiteren Punkten siehe: www.unserekurve.de/blog/unsere-positionen-zur-wiederzulassung-von-fans/. Außerdem lesenswert: www.unserfussball.jetzt.

So gibt es für uns zunächst keine Rückkehr ins Stadion oder gar einen organisierten Support. Erst wenn eine Rücknahme der Maßnahmen möglich ist, wie personalisierte Tickets oder ein Verbot von Gästefans, kommt auch für uns eine Rückkehr infrage. Während den Einschränkungen darf außerdem keine Weitergabe personenbezogener Daten an die Sicherheitsbehörden erfolgen. Zudem fordern wir, dass nach Ende der Pandemie alle getroffenen Maßnahmen ausnahmslos zurückgenommen werden. Der KSC hat uns dies in einem Gespräch zugesagt. Es kann nicht sein, dass unter dem Deckmantel von gesundheitspolitisch sinnvollen Maßnahmen langfristig die Rechte von Fans beschnitten werden. Die Idee des Sächsischen Verbandspräsidenten lässt dies leider befürchten. Die dringend notwendige Reform des Profifußballs muss weiter forciert werden und sollte nicht hinter spekulativen Sicherheitsfragen stehen. Die DFL ist und bleibt das Problem und nicht die Fans.

Supporters Karlsruhe 1986 e.V.

ULTRA1894

Unterstützung der Initiative „Keine kalten Füße“

Hallo KSC-Fans,

auch während der aktuell vorherrschenden Coronasituation hört sich die Welt nicht auf zu drehen. So auch in unserer geliebten Stadt die untrennbar mit unserem Verein verbunden ist. Aktuell wird das Sybelzentrum – eine Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe – komplett saniert. Zur Finanzierung dieser Sanierung wurde die Initiative „Keine kalten Füße“ ins Leben gerufen. Die Karlsruher Künstler- und Graffitiszene unterstützt dieses Spendenprojekt und wird eine urbane und zeitgenössische Ausstellung ausrichten, an welcher auch wir uns beteiligen werden. Zeigt euch solidarisch und helft mit, dass die Kinder und Jugendliche unserer Stadt keine kalten Füße haben. Gerne könnt ihr das Projekt mit einer Spende unterstützen und die Ausstellung im Sybelzentrum besuchen. Alle weiteren Informationen findet ihr auf den untenstehenden Links.

Karlsruh‘ hält zusammen!

ULTRA1894

https://keine-kalten-fuesse.de/spenden/

Betreff: „Keine-kalten-Füße“
Heimstiftung Karlsruhe
Sparkasse Karlsruhe
IBAN: DE22 6605 0101 0108 2575 93
BIC: KARSDE66XXX

7F00FAB3-DE00-408F-B7A7-A5A96550F399

In der Krise beweist sich der Charakter

Nein, der Fußball befindet sich in keiner Krise – lediglich das Geschäftsmodell derjenigen kommt ins Wanken, die sich daran eine goldene Nase verdienen. Und nicht erst jetzt, aber aktuell mit voller Wucht, bekommt der Profifußball den Spiegel vor die Nase gesetzt, mit welcher Missgunst ein großer Teil der Bevölkerung auf den Profifußball blickt. Wir nehmen wahr, dass sich das Produkt Fußball eine Parallelwelt erschaffen hat, welche viele Fußballfans mit ausufernden Transfer- und Gehaltssummen, einer unersättlich wirkenden Gier nach Profit, Korruption bei Verbänden sowie dubiosen und intransparenten Beraterstrukturen (2017/18 ca. 200 Mio. €) in Verbindung setzen.


Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Wir mögen aktuell nicht beurteilen und abschätzen können, wann ein vertretbarer Zeitpunkt gewesen wäre, den Ball wieder rollen zu lassen. Wir bewerten jedoch das Verhalten der Vertreter des Profifußballs als anstands- und respektlos, sich in der aktuellen Krisensituation derart aggressiv in den Vordergrund zu drängen. Der Gedanke, dass sich mit genügend Geld und ausreichender Lobbyarbeit Sonderwege bestreiten lassen, lässt sich leider nicht von der Hand weisen. Ein Vorpreschen bei der Inanspruchnahme routinemäßiger Screenings erachten wir als anmaßend, würden uns doch dutzende andere Institutionen einfallen, bei denen verdachtsunabhängige Testungen mehr Sinn ergeben würden. Übel stößt hierbei nicht die generelle Inanspruchnahme von Testkapazitäten auf, sondern weil sich der Profifußball eine soziale Relevanz anmaßt und eine Sonderbehandlung bewirkt, die in keinem Verhältnis zur aktuellen gesellschaftlichen Rangordnung steht.

Wir hätten vielmehr eine Vorgehensweise erwartet, welche der sozialen Verantwortung und der Vorbildfunktion des Fußballs gerecht wird.

Veränderungen

„Es steht außer Frage, dass künftig Nachhaltigkeit, Stabilität und Bodenständigkeit zu den entscheidenden Werten gehören müssen“. Zwar zeugt die von der DFL getätigte Aussage durchaus von Selbstkritik, zeigt jedoch gleichzeitig auch, nach welchem Maßstab bisher Entscheidungen getroffen wurden und in welchem Ausmaß man von wirtschaftlichen Interessen getrieben wurde.

Es ist jetzt, und nicht erst nach überstandener Krise, an der Zeit, über konkrete Veränderungen im Profifußball zu debattieren und Entscheidungen zu treffen:

1.       Wettbewerbsfördernde, ligaübergreifende Verteilung der Fernsehgelder

Der aktuelle Verteilungsschlüssel sorgt dafür, dass die Schere zwischen finanziell starken und schwachen Vereinen immer weiter auseinandergeht. Eine gerechtere Verteilung fördert den sportlichen Wettbewerb und steigert die Attraktivität der Ligen.

2.       Rücklagen

Es muss festgelegt werden, dass die Clubs Rücklagen bilden, um zumindest kurzfristige Krisen jeder Art überstehen zu können, ohne direkt vor der Insolvenz zu stehen. Hierbei muss vor allem Rücksicht auf die e.V.-Strukturen genommen und dafür adäquate Lösungen gefunden werden, ohne diese – ebenso wie 50+1, in Frage zu stellen. Schließlich ist der Verkauf von Substanz zur Rettung der Liquidität genau die Denkweise, die zur jetzigen Krise geführt hat. Daher ist der Umstand, dass die 50+1 Regel zum Teil in Frage gestellt wird, aus unserer Sicht vollkommen unverständlich.

3.       Gehalts- und Transferobergrenzen 

Spielern und Funktionären seien weiterhin wirtschaftliche Privilegien vergönnt. Analog zu Transfersummen sollten jedoch auch diese gedeckelt werden, um aktuelle Auswüchse zu stoppen und dem irrationalen und unverhältnismäßigen Wettbieten entgegenzuwirken.

4.       Einfluss durch Berater beschränken

Rund um die Spieler hat sich ein Netzwerk an Profiteuren gebildet, welches für den Sport in keiner Weise produktiv ist. Dieses muss aufgedeckt, reglementiert und eingeschränkt werden.

Wenn man sich auf der Mitgliederversammlung des eigenen Vereins erklären lässt, wie gering der Bruchteil der teils horrenden Ablösesummen ist, der dem eigenen Verein tatsächlich zu Gute kommt, wird schnell sichtbar, dass an diesem System des modernen Menschenhandels einiges nicht stimmen kann.

Zu hoch sind die Beträge, die bei den Transfererlösen bei den Spielerberatern hängen bleiben, deren Handeln im Interesse ihrer Schützlinge oft durchaus angezweifelt werden darf. Hier ist leider zu vermuten, dass oft der Blick auf den eigenen Gewinn, das „Kasse machen“, im Vordergrund steht und Spieler die Clubs öfter wechseln, als das ihrer eigenen sportlichen Entwicklung zuträglich wäre.

Richtig problematisch wird es dann, wenn sich unter den großen Beratungsbüros kartellartige Strukturen bilden, die mit Absprachen unter der Hand die Transferzahlungen in die Höhe treiben. Der freie Markt aus Angebot und Nachfrage ist dann nachhaltig gestört und es entsteht eine Preisspirale, an der der Profifußball kein Interesse haben kann.

Ebenso muss den verschiedenen Investmentfirmen, welche sich an den Rechten der Spielertransfers beteiligen, ein Riegel vorgeschoben werden. Es darf nicht sein, dass sich Privatpersonen unter dem Deckmantel dieser Firmen die eigenen Taschen füllen und die Verbände die Augen verschließen!

Natürlich ist es in Ordnung und Teil des Wettbewerbes Fußball, wenn gute Spieler gute Gehälter erzielen und entsprechende Transfersummen kosten. Spieler sind (leider) auch eine Handelsware. Die Abartigkeiten, die hier aber in den letzten Jahren gewachsen sind, sind nicht Ausdruck eines gesunden Wettbewerbs.

5.       Kader begrenzen

Durch aufgeblähte Spielerkader lagern die Vereine „Kapital“ auf Ihren Auswechselbänken. Manch ein Verein verpflichtet Spieler nur, damit diese nicht für die Konkurrenz auflaufen können und lässt sie dann auf der Bank oder Tribüne versauen. Vereine, die es sich leisten können, blähen ihre Kader künstlich auf. Dem Motto folgend „was ich habe hat schon mal kein anderer“. Das ist natürlich eine Strategie, gegen die Konkurrenten zu arbeiten. Ob sie sportlich ist, steht auf einem anderen Blatt.

Eine Begrenzung der Anzahl an Spielerleihen ist bereits geplant. Dies gilt es, auf die Reduzierung der Profikader auszuweiten. Ein beliebiges Aufstocken mit Nachwuchskräften sollte dennoch jederzeit möglich sein, denn würde es rein um die Absicherung gegen Ausfälle gehen, spricht absolut nichts dagegen, Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen hochzuziehen. In diesem Fall zeugt ein großer Kader mit eigenen jungen Spielern von einer nachhaltigen und guten Nachwuchsarbeit. Dies gilt es in Zukunft vermehrt zu fördern.

Ein „Zusammenkauf“ von Profispielern „auf Halde“ ist grundsätzlich abzulehnen. Das wird nicht zuletzt den Spielern nicht gerecht, deren Entwicklung dadurch nachhaltig gestört wird.

Wir werden genauestens verfolgen, ob auf die eigenen Worten der Verbandsvertreter und von Funktionären, den Fußball ändern zu wollen, auch Taten folgen. Schluss mit Ausreden und Heraufbeschwören von Unmachbarkeitsszenarien. Wir erwarten eine lösungs- und keine problemorientierte Herangehensweise mit transparenten Arbeitsschritten.

Fanszenen Deutschlands im Mai 2020

Abgesagter Sonderzug nach Hannover: Rückerstattung der Zugtickets

Hallo KSC-Fans,

Viele von euch wollten mit uns im “Gegengerade-Express” vor gut sechs Wochen, am 04. April 2020, nach Hannover reisen. Jedoch, das Leben in Europa und auf der Welt stand so gut wie still. Der Fußball von den Amateurligen bis zur Bundesliga pausierte und das Spiel wurde auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

Da nun die Liga zwar fortgesetzt wird, aber bekanntlich keine Zuschauer zugelassen werden, haben wir uns dazu entschieden, den Sonderzug nun endgültig abzusagen. Zu Recht stellt ihr euch die Frage: Was passiert mit Euren Tickets?

Ihr könnt die Tickets natürlich zurückgeben und bekommt von uns die 55,00 Euro je Zugfahrkarte zurückerstattet. Hierfür ist es notwendig, dass Ihr uns die Tickets und Eure Bankverbindung an die nachfolgende Postfach-Adresse schickt.

Supporters Karlsruhe 1986 e.V.
– Sonderzugerstattung –
Postfach 3426
76020 Karlsruhe

Sollten die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen zeitnah gelockert werden, ziehen wir es in Erwägung euch auch weitere Optionen der Rückgabe (wie beispielsweise Termine im Fanprojekt) anzubieten.

Wir werden euch dazu über die bekannten Kanäle auf dem Laufenden halten.

Damit wir uns alle möglichst schnell in einem Fußballstadion wiedersehen:
Schützt Euch und andere! Gemeinsam durch die Krise. Bleibt Gesund!

Eure Fragen zur aktuellen Situation beim KSC

Wir weisen euch hiermit auf die folgende Mitteilung des Fan-Dachverbandes Supporters Karlsruhe 1986 e.V. hin:

„Jeder von uns hat aktuell auf seine Weise mit der weltweit herrschenden Krise zu kämpfen. Wie viele kleine und mittlere Unternehmen, versucht auch unser Karlsruher SC gerade, den besonderen Herausforderungen dieser Zeit Herr zu werden. So ist beispielsweise die außerordentliche Mitgliederversammlung am 15.Mai 2020 und die angedachte Planinsolvenz in aller Munde.

Wir als Euer Fan-Dachverband beschäftigen uns bereits seit einigen Wochen mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation des KSC. In einem ersten Schritt haben wir – gemeinsam mit ULTRA1894 und den Fanclubs des KSC – dem Geschäftsführer Michael Becker am vergangen Freitag das Vertrauen ausgesprochen. (hier gehts zur Stellungnahme)

Warum? Weil wir nach vielen Gesprächen und Erfahrungen, sowie aufgrund belegbarer Informationen, davon überzeugt sind, dass die aktuelle Geschäftsführung dieses Vertrauen verdient. Es wurden und werden Ideen und nachhaltige Konzepte erarbeitet, welche unseren Verein aus seiner Krise und in eine bessere, nachhaltigere Zukunft führen können.

Als unabhängiger Dachverband sehen wir uns hierbei wie immer in einer neutralen Position und möchten in dieser schwierigen Thematik auch zur Aufklärung beitragen, so wie Ihr es von uns gewohnt seid und dies auch zu Recht erwartet.

Ihr könnt uns dabei unterstützen, indem Ihr uns kurzfristig Eure brennendsten Fragen zur aktuellen Situation und zu der aktuellen Lage beim KSC zukommen lasst. Schreibt uns hierzu unten in die Kommentare oder nutzt das Kontaktformular auf unserer Webseite.

Wie und in welchem Format unsere Aufklärung für Euch während der besonderen Zeit in der Corona-Krise erfolgen kann, wissen wir noch nicht endgültig. Wir werden Euch dazu auf dem Laufenden halten.

Gegengerade Gemeinsam – Für die Zukunft unseres KSC!“

ULTRA1894, die Supporters Karlsruhe 1986 e.V. und die Fanclubs mit Vertrauen in die Geschäftsführung des KSC

Hallo KSC-Fans,

Auch während der coronabedingten fussballfreien Zeit bleibt es um unseren Karlsruher Sport-Club nicht ruhig. Fast täglich wird in den Medien und der Öffentlichkeit über eine mögliche Planinsolvenz und eine potentielle Mitgliederbefragung berichtet und hierbei deuten sich immer mehr große Gräben zwischen den Vereinsverantwortlichen an.

Wir, das sind ULTRA1894, die offiziellen Fanclubs des KSC und die Supporters Karlsruhe 1986 e.V. als offizieller Dachverband aller KSC-Fans, fordern hiermit alle handelnden Personen des KSC dazu auf, persönliche Eitelkeiten und vor allem interne Machtkämpfe zu unterlassen und sich einzig und allein auf das Wohl unseres Karlsruher SC zu konzentrieren.

Dabei sprechen wir besonders dem für die nächsten wegweisenden Schritte verantwortlichen Geschäftsführer Michael Becker das Vertrauen aus. Er hat seit seinem Amtsantritt vieles im Verein professionalisiert und für eine lang geforderte Transparenz gegenüber Mitgliedern, Sponsoren und Partnern gesorgt. Wir vertrauen Michael Becker insbesondere auch in dieser schweren Zeit und erwarten dieses gleiche Verhalten von den durch die Mitglieder gewählten Gremien und insbesondere auch von der Vereinsführung.

In diesem Sinne: Nur der KSC!

ULTRA1894, SUPPORTERS KARLSRUHE 1986 e.V. und die Fanclubs KSC:

76ERS KARLSRUHE, 9er SEKTION KARLSRUHE, 12+X, BADEN BADENER SELECTION 2013, BADISCHE TRABER 2000, BADEN EMPIRE 76, BADEN FRAKTION 1894, BADEN KÄNGURUS 08, BADEN KOLLEKTIV 2012, BADEN MANIACS 1996, BANDA AZZURRA, BIERKONSUM-VEREIN KARLSRUHE, BLAU WEISSE GESCHWINDIGKEIT, BLAU WEISSE KSC FREUNDE, BLAU WEISSE SCHDOIRASSLER, BLAU-WEISS STATT BRAUN E.V., BLOOD TYPE 1894, BLUE WHITE BORDERLAND, BLUE WHITE 76, BLUES-BROTHERS, BULLTERRIER KARLSRUHE ’89, CLOCKWORK EAST, DRECKSTRUPPE KARLSRUHE 2015 E.V., FÄCHERSTADT BRIGADE 2016, GAGGENAUER LÖWEN, GOLDSTADT CREW, KAMPFTRINKER KARLSRUHE‘ 89, KAOS-TRUPP, KSC AMIGOS, KSC DEPPEN KARLSRUHE, KSC FANCLUB MEETING POINT RHEINSTETTEN, KSC FANCLUB NORDRUDEL, KSC FANCLUB PYRAMIDE, KSC FANCLUB RENCHTAL, KSC FANS IM OSTEN, KSC FIRE WHEELS, KSC FREUNDE HASSELTOWN, LIEBE KENNT KEINE LIGA, LONGEBRIGGER WIKINGER, NERVENKLINIK KARLSRUHE, NORDBADEN, PEGASUS KARLSRUHE, PSYCHOS KARLSRUHE 2007, REMCHINGER JUNGS, SEKTION STRAUBENHARDT, STAMMTISCH FÄCHERSTADT, SÜDBADEN 1981, SYMBADISCH VERSTREUTE, WILDPARKJUNXX, ZSKA MÜNCHEN

Quarantäne für den Fußball – Geisterspiele sind keine Lösung!

Die Frage, wann und in welcher Form wieder Profifußball gespielt werden darf, wurde in den vergangenen Tagen und Wochen viel diskutiert. In der nach wie vor teils unübersichtlichen gesellschaftlichen Situation wurden von verschiedenen Akteuren eine Vielzahl ethischer, epidemiologischer und anderer Argumente ins Feld geführt. Im Folgenden möchten wir uns, als bundesweiter Zusammenschluss der Fanszenen und mit Blick auf die DFL-Vollversammlung, zu dem Thema äußern:

Die Wiederaufnahme des Fußballs, auch in Form von Geisterspielen, ist in der aktuellen Situation nicht vertretbar – schon gar nicht unter dem Deckmantel der gesellschaftlichen Verantwortung. Eine baldige Fortsetzung der Saison wäre blanker Hohn gegenüber dem Rest der Gesellschaft und insbesondere all denjenigen, die sich in der Corona-Krise wirklich gesellschaftsdienlich engagieren. Der Profifußball ist längst krank genug und gehört weiterhin in Quarantäne.

Wir vertreten die klare Position, dass es keine Lex Bundesliga geben darf. Fußball hat in Deutschland eine herausgehobene Bedeutung, systemrelevant ist er jedoch ganz sicher nicht. Beschränkungen, die für vergleichbare Bereiche der Sport- und Unterhaltungsindustrie gelten, müssen auch im Fußball Anwendung finden. In einer Zeit, in der wir alle sehr massive Einschränkungen unserer Grundrechte im Sinne des Gemeinwohls hinnehmen, ist an einen Spielbetrieb der Bundesligen nicht zu denken. Wenn seit Wochen über einen Mangel an Kapazitäten bei CoVid-19-Tests berichtet wird, ist die Idee, Fußballspieler in einer extrem hohen Taktung auf das Virus zu untersuchen, schlicht absurd. Ganz zu schweigen von der Praxis eines Fußballspiels mit Zweikämpfen, eines normalen Trainingsbetriebes in Zeiten von Versammlungsverboten und eines gemeinsamen Verfolgens potenzieller Geisterspiele durch Fans.

Die Rede von gesellschaftlicher Verantwortung und Pläne für exklusive Testkontingente (über 20.000 Stück) für den Profifußball passen nicht zusammen. Wir verstehen, dass Vereinsfunktionäre durchaus rechtliche Verpflichtungen haben, im Sinne des finanziellen Wohls ihres Vereins zu handeln. In einer Situation jedoch, in der die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft vor enormen Herausforderungen stehen, ist es für uns nicht nachvollziehbar, dass offenbar sämtliche Bedenken hintenangestellt werden, wenn es darum geht, den Spielbetrieb möglichst lange aufrechtzuerhalten, bzw. erneut zu starten.

Ganz offensichtlich hat der Profifußball viel tieferliegende Probleme. Ein System, in das in den letzten Jahren Geldsummen jenseits der Vorstellungskraft vieler Menschen geflossen sind, steht innerhalb eines Monats vor dem Kollaps. Der Erhalt der Strukturen ist vollkommen vom Fluss der Fernsehgelder abhängig, die Vereine existieren nur noch in totaler Abhängigkeit von den Rechteinhabern.

Die Frage, weshalb es trotz aller Millionen keinerlei Nachhaltigkeit im Profifußball zu geben scheint, wie die Strukturen und Vereine in Zukunft robuster und krisensicherer gemacht werden können, wurde zumindest öffentlich noch von keinem Funktionär gestellt. Das einzig kommunizierte Ziel ist ein möglichst schnelles ,,Weiter so!‘‘, das jedoch lediglich einer überschaubaren Zahl an Beteiligten weiterhin überragende Einkünfte garantiert. Das Gerede von zigtausenden Jobs halten wir schlicht in den meisten Fällen für einen Vorwand, weiterhin exorbitante Millioneneinkünfte für wenige extreme Profiteure zu sichern. Dies zeigt sich auch in der absoluten Untätigkeit des DFB, im Hinblick auf den Fußball unterhalb der 2. Bundesliga. Dass Geisterspiele hier viel stärkere Folgen hätten, als in den Ligen der DFL, wird ausgeblendet. Hauptsache das „Premiumprodukt“ kann weiterexistieren. Hier wird der DFB seiner Rolle nicht nur nicht gerecht, er zeigt auch wiederholt, wessen Interessen er vertritt.

Seit Jahren fordern Fans Reformen für eine gerechtere Verteilung der TV-Einnahmen und kritisieren die mangelnde Solidarität zwischen großen und kleinen Vereinen. Wir weisen auf Finanzexzesse, mangelnde Rücklagenbildung und die teils erpresserische Rolle von Spielerberatern hin. Die Gefahr der Abhängigkeit von einzelnen großen Geldgebern haben wir anhand von Beispielen wie 1860 München, Carl Zeiss Jena und anderen immer wieder aufgezeigt.

Spätestens jetzt ist es aller höchste Zeit, dass sich Fußballfunktionäre ernsthaft mit diesen Punkten auseinandersetzen. Die jetzige Herausforderung ist auch eine Chance: Die Verbände sollten diese Krise als solche begreifen und die Strukturen des modernen Fußballs grundlegend verändern. Es ist höchste Zeit!

In diesem Zusammenhang fordern wir:

  • Der aktuelle Plan der DFL, den Spielbetrieb im Mai in Form von Geisterspielen wieder aufzunehmen, darf nicht umgesetzt werden. Wir maßen uns nicht an, zu entscheiden, ab wann der Ball wieder rollen darf. In einer Situation, in der sich der Fußball auf diese Weise so dermaßen vom Rest der Gesellschaft entkoppeln würde, darf es jedoch nicht passieren.
  • Eine sachliche Auseinandersetzung mit der aktuellen Lage muss forciert und eine Abkehr vom blinden Retten der TV-Gelder vollzogen werden. Auch ein möglicher Abbruch der Saison darf kein Tabu sein, wenn die gesellschaftlichen Umstände es nicht anders zulassen. In diesem Fall sollten nicht nur Horrorszenarien in Form von drohenden Insolvenzen skizziert werden, sondern Lösungsmöglichkeiten in Form von Förderdarlehen, erweiterten Insolvenzfristen und anderen Kriseninstrumenten, denen sich auch die restliche Wirtschaft stellt, diskutiert werden.
  • Eine kommende Lösung muss maximal solidarisch sein. Es darf unter den Vereinen keine Krisengewinner- und verlierer geben. Die Schere zwischen ,,groß‘‘ und ,,klein‘‘ darf nicht noch weiter auseinandergehen. Ausdrücklich schließen wir damit auch die Vereine der dritten Liga und der Regionalligen mit ein, für die Geisterspiele ohnehin keine Option sind.
  • Die Diskussion über grundlegende Reformen, um den Profifußball nachhaltiger und wirtschaftlich krisensicherer zu gestalten, muss jetzt beginnen. Sie darf nicht nur von Fans und Journalisten geführt werden, sondern ist die zentrale Aufgabe der Verantwortlichen der Clubs und Verbände. Strukturen und Vereine müssen auf einen finanziell und ideell sicheren Boden zurückgeholt werden. Dabei muss die 50+1-Regel weiterhin unberührt bleiben.

Die Phase einer von der restlichen Gesellschaft komplett entkoppelten Fußballwelt muss ein Ende haben!

Fanszenen Deutschlands im April 2020

Karlsruhe solidarisch! – Update

Hallo KSC-Fans,

vor gut zwei Wochen startete die KSC-Nachbarschaftshilfe. Helfer aus Fanszene und Verein erledigen für Menschen, die Unterstützung brauchen, die Einkäufe. (Mehr Infos hier: http://ultra1894.de/karlsruhe-solidarisch/)

Zu unseren Nachbarn gehören aber auch Menschen, die keine eigene Wohnung haben. Viele Einrichtungen wie die Tafeln sind aktuell geschlossen oder müssen ihr Angebot stark einschränken. Die Corona-Krise betrifft uns alle, aber nicht alle gleich stark. Wer eh schon unter schwierigen Umständen lebt, hat es momentan besonders schwer. Unsere Nachbarn ohne Dach über dem Kopf dürfen wir nicht vergessen!

Wir haben uns daher mit Fanprojekt, Supporters, Verein und dem Koch Kevin Wilde vom Restaurant Nagels Kranz zusammengetan und beliefern aktuell die folgenden Einrichtungen regelmäßig mit frisch zubereiteten Mahlzeiten: Frauentreff in der Belfortstraße, Frauentreff in der Scheffelstraße, Frauenpension in der Kaiserallee, Tagestreff in der Kriegsstraße (alle Montag bis Freitag) sowie das IGLU in der Adlerstraße (Dienstag und Donnerstag).

Um dieses Angebot auch weiterhin aufrechterhalten zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Das Fanprojekt hat dafür ein Spendenkonto eingerichtet.

Spendenkonto: Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe
DE 59 660501010009016809
Verwendungszweck: „Fußball macht satt“
Es können Spendenquittungen ausgestellt werden.

Danke an alle, die unterstützen, mithelfen, spenden oder sich auf andere Art solidarisch zeigen!

ULTRA1894 – Alles für Karlsruhe

Karlsruhe solidarisch!

Hallo Gegengerade, hallo KSC-Fans, hallo Karlsruhe,

in dieser Krisenzeit müssen wir zusammenhalten und solidarisch miteinander umgehen!

Die obersten Regeln sind:

  • Bleibt so gut es geht zuhause, meidet Menschenansammlungen und soziale Kontakte.
  • Wascht Euch oft und gründlich die Hände.
  • Kauft was Ihr braucht, aber nicht mehr – auch andere wollen noch einkaufen. Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund – die Versorgung ist sichergestellt.
  • Hört auf die Experten – nicht auf unseriöse Nachrichten oder Posts in sozialen Netzwerken.

Was könnt Ihr tun, um zu helfen?

  • Wenn Ihr nicht der Risikogruppe angehört, helft den Menschen in Eurer Nachbarschaft, z.B. beim Einkaufen. Unter s.ksc.de/ichhelfe gibt es einen Vordruck, den Ihr nutzen könnt, um Eure Hilfe anzubieten. 
  • Geht Blut spenden. In diesem PDF haben wir aktuelle Termine in der Region aufgelistet. 
  • Wer unter Quarantäne steht, zur Risikogruppe gehört oder aus sonstigen Gründen Unterstützung bei der Besorgung von Einkäufen braucht, kann sich ab Montag (23.03.20) bei der KSC-Nachbarschaftshilfe melden. Diese steht allen betroffenen Menschen im Karlsruher Stadtgebiet offen, unabhängig von Mitgliedschaft oder sonstiger Verbindung zum KSC.

Montags bis freitags von 9.30 bis 12.00 Uhr nimmt unter der untenstehenden Telefonnummer ein KSC-Mitarbeiter Eure Bestellung (bis zu einem Warenwert von 50€) auf. Am gleichen Tag werden Euch Helfer aus Verein und Fanszene Eure Einkäufe vorbeibringen. Die Aktion ist mit dem Gesundheitsamt/Ordnungsamt abgestimmt. Bei der Übergabe der Einkäufe und des Geldes werden Regeln zur Hygiene eingehalten, die Ihr bei der telefonischen Bestellung erfahrt.

Die KSC-Nachbarschaftshilfe ist eine gemeinsame Aktion von Fanprojekt Karlsruhe, Supporters Karlsruhe, KSC TUT GUT und ULTRA1894.

Die Telefonnummer für die Bestellung lautet: 0721/96434-769

Solidarität ist unsere Waffe!

ULTRA1894 – Alles für Karlsruhe!
Supporters Karlsruhe 1986 e.V.

Stellungnahme zur aktuellen Corona-Situation

Aktuell gibt es wohl kein Thema, das unsere Gesellschaft so beschäftigt wie der Corona-Virus. Die aktuelle Entwicklung sollten alle, die in irgendeiner Form am Fußball beteiligt sind, ernst nehmen, den zuständigen Behörden vertrauen sowie deren Anweisungen und Empfehlungen folgen.
Daher werden wir zu keinem großen Treffen aufrufen, um die Vorsichtsmaßnahmen nicht zu torpedieren.

Wir prangern aber DFB und DFL an, die in dieser Situation keine einheitliche Linie finden. Der DFB sagt die nächsten zwei Spieltage der dritten Liga komplett ab – hier scheint das Infektionsrisiko wohl höher (oder der Profitverlust geringer?) als in den ersten beiden Ligen zu sein. Dahingehend überlässt die DFL die Verantwortung den Vereinen und möchte den Spielbetrieb fortsetzen. Inzwischen haben alle Vereine und Behörden sich darauf verständigt, ohne Zuschauer zu spielen. Spieler und Verantwortliche klagten bereits beim Nachholspiel von Mönchengladbach gegen Köln über die Atmosphäre im leeren Stadion und wieder einmal wird deutlich, dass der Fußball durch die Fans erst zu dem wird, was ihn ausmacht: ein Sport mit Stimmung und Emotionen.

Weiter stellt sich natürlich die Frage eines fairen Wettbewerbs, wenn Teams um wichtige Punkte im Kampf um die Auf- oder Abstiegsplätze plötzlich ohne die Rückendeckung mehrerer tausend Fans auskommen müssen.

Es scheint, als seien DFB und DFL ihrer enormen gesellschaftlichen Verantwortung wieder einmal nicht gewachsen oder sie verschließen sich dieser aufgrund von Vermarktungsrechten und finanzieller Einbußen. Nach den Äußerungen Christian Seiferts, die Liga müsse unbedingt zu Ende gespielt werden, gewinnt man zumindest diesen Eindruck.

Die Geisterspiele treffen dabei vor allem die Vereine, die prinzipiell Eintrittsgelder zurückerstatten würden, sobald der Käufer Anspruch erhebt. Wir schließen uns daher dem Aufruf des KSC an und bitten alle KSC-Fans, nicht von ihrem Anspruch auf Rückerstattung Gebrauch zu machen.

Die ganze Perversion der letzten Tage und besonders des deutschen modernen Fußballs zeigt sich besonders im Hinblick auf die Entwicklungen in anderen Ländern und Sportarten: In Italien setzt schon die Liga aus, Inter Mailand oder Real Madrid ziehen sich komplett zurück und sogar die nordamerikanische NBA, deren finanzieller Wert die Bundesliga bei Weitem übersteigt, wird nicht mehr zu Ende gespielt.
In Deutschland suchen DFB und DFL trotz der Krise immer noch Vermarktungs-Möglichkeiten mit Sky, um die Liga dem Konsumenten zu zeigen.

  • Wir fordern eine Unterbrechung der aktuellen Saison!
  • Verzichtet auf die Rückerstattung eurer Eintrittskarten, um unseren Verein in einer solch schwierigen Situation zu unterstützen.
  • Gleichzeitig fordern wir alle Personen in der aktuellen Situation zur gegenseitigen Solidarität auf!

ULTRA1894

Kollektivstrafen zum „Schutze“ eines Milliardärs – der DFB zeigt erneut sein wahres Gesicht

In den vergangenen Wochen wurde die Fußballöffentlichkeit erneut Zeuge der Doppelmoral und Demokratie-Feindlichkeit der Vertreter des sogenannten „modernen Fußballs“. Ihren Höhepunkt erreichte die Absurdität vorerst am vergangenen Wochenende.

Sich gegenseitig übertreffend fabulierten Dietmar Hopp, Karl-Heinz Rummenigge und der DFB selbst, neben abgehalfterten D-Prominenten des Fußballs über „Würde“, „Moral“ und „Respekt“. Dieselben Personen, die im Falle Hopp daran arbeiten, dass der Fußball der Zukunft von hochgezüchteten Retortenvereinen mit unkritischem Klatschpublikum beherrscht wird und der ungebetenen Meinungen gerne mit einem Hochfrequenzgerät begegnet, welches Körperverletzungen nach sich zieht. Oder die, im Fall Rummenigge, Trainingslager in Katar abhalten, einem Land, welches Menschenrechte und somit die oben erwähnten Werte mit Füßen tritt. Ein Land, welches auch aufgrund der DFB-Funktionäre die Weltmeisterschaft 2022 austragen wird. In Anbetracht der nicht aufgeklärten gekauften WM 2006 ist auch hier davon auszugehen, dass sich die Herren das einige teure Uhren haben kosten lassen.

Diese moralisch alles andere als integren Personen und Strukturen wollen uns Fans nun erzählen, was Anstand ist und stören sich an der zugespitzten Wortwahl, mit der wir unsere Kritik äußern. Nur, wenn es keine Möglichkeit gibt, grundlegende Veränderungen im deutschen Fußball zu erreichen, müssen wir eben zu drastischeren Maßnahmen greifen. Dass es keine andere zielführende  Möglichkeit gibt, haben die von uns geführten Gespräche mit den Verbänden gezeigt, die letztlich nicht mehr waren als ein großer Scheindialog.

Die tatsächliche Schande der vergangenen Wochen liegt im Verhalten der Verbände, allen voran des DFB. Zuerst wurden die öffentlichkeitswirksam ausgesetzten Kollektivstrafen wieder eingeführt. Wohlgemerkt, in einer von einem Fußballverband geschaffenen Paralleljustiz. Diese verfassungswidrige Art der Bestrafung ist mit unserem Verständnis von Demokratie nicht in Einklang zu bringen. Indem der DFB diese nun wieder ausspricht, offenbart er nicht nur erneut sein verzerrtes Bild von Rechtsstaatlichkeit, sondern beweist auch eindrücklich, dass er nur solange an Veränderungen und Dialog interessiert ist, solange sein Geschäft nicht ernsthaft gestört wird. Nicht einmal die wenigen Fanorganisationen, die noch mit dem DFB im Dialog stehen, wurden über die „neue Linie“ des Verbandes informiert, geschweige denn, deren Meinung eingeholt. Der DFB zeigt wiederholt, dass er kein ernsthaftes Interesse an einem Dialog mit Fans verfolgt. Unter Fritz Keller scheint sich auch hier leider nichts zum Positiven verändert zu haben.

Darüber hinaus sollen von nun an zum Wohle eines Milliardärs sämtliche „Diskriminierungen“ und „Beleidigungen“ sanktioniert werden, bei Wiederholungen droht ein Spielabbruch. Eine Selbstoffenbarung seiner eigenen Unabhängigkeit lieferte der DFB bereits, in dem er im Vorfeld des Spieltags eine Einflussnahme von Vereinsfunktionären und Absprachen zuließ. Der erste Spieltag mit dieser Regelung hat gezeigt, worum es den Verantwortlichen und dem DFB wirklich geht, um schlichte Zensur. Anders ist die Unterbrechung in Meppen nicht zu erklären. Auch, wenn die Verbände jetzt wieder ein Stück weit zurückrudern, zeigt sich klar, in welche Richtung es gehen soll und wird.

Wir sind nicht gutgläubig und waren es auch nie. Und so lassen wir uns auch diesmal nicht blenden. Es geht hier weder um antirassistisches Engagement, noch um Diskriminierung und schon gar nicht um Anstand und Werte. In diesem Falle hätte sich der DFB in der Vergangenheit entschiedener, auch im eigenen Dunstkreis, positionieren müssen. Dieses geschah, wie zu erwarten nicht. Es geht schlichtweg um die Bekämpfung unserer Fankultur und unserer Werte. Die Profiteure des Geschäfts „Fußball“ versuchen mit diesem scheinbar verfänglichen Thema die Fankurven zu spalten, um letztlich die aktiven Fanszenen zu entfernen. Denn diese sind es, die stets den Finger in die Wunde legen und sich für demokratische Vereine, effektive Mitbestimmung im Fußball, für den Erhalt der 50+1 Regel, für bezahlbare Eintrittskarten und fangerechte Anstoßzeiten einsetzen und somit letztlich für das, was uns Fans die Identifikation mit diesem Sport noch halbwegs gelingen lässt.

Aber dieses Engagement ist dem DFB und seinen Verbündeten ein Dorn im Auge, welchen es zu bekämpfen gilt. Diesen Kampf nehmen wir auch weiterhin gerne an, denn wir haben keine andere Wahl, als ihn zu führen, wenn wir unseren Fußball zumindest teilweise noch erhalten wollen. Dieser Kampf kann plakativ, zugespitzt und provokant geführt werden oder tiefgründig und differenziert – wichtig ist, dass wir ihn führen!

Denn wir Fans sind die Basis und die Seele des Fußballs und wir lassen uns weder von Kollektivstrafen, noch von Spielunterbrechungen davon abhalten, für unsere Sache einzustehen.

Wir fordern und erwarten daher:

  • Kollektivstrafen abschaffen! Es wird Zeit, dass der DFB sein mittelalterliches Rechtsverständnis für alle Zeit hinter sich lässt und Kollektivstrafen nicht nur aussetzt, sondern seine Rechts- und Verfahrensordnung diesbezüglich ändert und damit das Instrument der kollektiven Bestrafung abschafft. Im gleichen Zuge erwarten wir die sofortige Aufhebung der gegen Borussia Dortmund ausgesprochenen Zuschauerausschlüsse.
  • Die wirklich hässlichen Gesichter des Fußballs bekämpfen! Der Fußball ist kaputt. Wirtschaftliche Interessen werden hofiert, das System sorgt dafür, dass reiche Clubs immer reicher werden, in den Verbänden steht Korruption an der Tagesordnung und um Menschenrechtsverletzungen schert man sich einen Dreck. Nicht erst seit den „Football Leaks“- Enthüllungen ist bekannt, dass Verbände und Vereine sich an diesen Zuständen nicht stören – im Gegenteil, sie fördern sie sogar. Hier muss endlich gegengesteuert werden, sollte den Herren wirklich etwas am Fußball liegen!

Wer nur am maximalen Profit orientiert ist, Werte deshalb nur zu seinem (Wettbewerbs-)Vorteil benennt und sich mit jahrelanger Kritik von Fans nicht ehrlich auseinandersetzt, macht sich lächerlich, wenn er sich als Hüter der Moral inszeniert. Wir Fans werden die Praxis vom letzten Spieltag nicht einfach so hinnehmen und im Zweifel weiter Unterbrechungen und auch Abbrüche in Kauf nehmen.

Fick dich DFB!

Fanszenen Deutschlands im März 2020

Rückblick Moser hilft! und Moser rockt! 2019/20

Hallo KSC-Fans,

durch die Becherspendenaktion Moser hilft! 2019 konnten wir 4.416,15€ sammeln. Diese haben wir im Rahmen des Konzerts Moser rockt! dem Verein gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen übergeben. Aktuell baut der Verein ein Beratungsangebot für Jungen und Männer auf und kann das Geld daher gut gebrauchen.

Die Übergabe der Kleiderspende an das IGLU fand schon im Januar statt. Das IGLU ist eine Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene, die Probleme mit ihrer momentanen Wohnsituation oder Wohnungslosigkeit haben. Auch hier konnten wir KSC-Fans einen Beitrag leisten und die Kleiderkammer wieder gut auffüllen.

Am 15. Februar fand dann als krönender Abschluss Moser rockt! statt, das auch im 14. Jahr ein voller Erfolg war. Mit 300 KSC-Fans feierten wir im Gedenken an unsere verstorbenen Freunde. Von dem Erlös werden wir wieder den Kindern des Antoniusheims eine Freude bereiten.

Vielen Dank an alle, die mitgeholfen oder gespendet haben!

PHÖNIX SONS 1999
ULTRAS KARLSRUHE

Sonderzug nach Hannover

Hallo KSC-Fans,

auch wenn die sportlichen Leistungen der letzten Wochen alles andere als zufriedenstellend sind, wollen wir zusammen den Abstiegskampf annehmen und der Mannschaft als 12. Mann die Marschroute für die letzten Spiele vorgeben.

Am 4. April rollt zum zweiten Mal in dieser Saison der Gegengerade-Express und zwar nach Hannover. Ab dem Heimspiel gegen Nürnberg erhaltet ihr die Zugtickets für 55€ vor dem Fanshop und am Ultracontainer.

Eure Stadiontickets erhaltet ihr ab dem 26. Februar beim KSC-Vorverkauf im Fanshop oder Online.

Auf nach Hannover – Gemeinsam für Karlsruh‘ im Abstiegskampf!