KurvenKAlender 2022

Hallo Gegengerade,

auch für das Jahr 2022 wird es wieder einen Kurvenkalender geben. Dieses Mal besteht der Kalender aus den Kurven-Highlights der vergangenen zwei Jahrzehnte der Ultraszene Karlsruhe.
Der Erlös geht wie immer komplett in die Choreokasse, um die neue Gegengerade bald wieder blau-weiß erstrahlen lassen zu können.
Der Kalender ist im DIN A4 Format und beinhaltet neben den Highlight-Collagen der letzten Jahre auch Daten zu Verein und Fanszene.

Wer ein oder mehrere Exemplare zugesandt bekommen möchte, überweist bitte bis zum 30. November 2021 pro Kalender 7€ auf folgendes Konto:
 
Supporters Karlsruhe 1986 e.V.
IBAN: DE42 6609 0800 0032 9959 72
BIC: GENODE61BBB

Im Verwendungszweck bitte die gewünschte Anzahl angeben und eure Anschrift hinterlassen. Wir werden versuchen, alle Kalender bis Weihnachten zu versenden.

Beispiel für den Verwendungszweck: 1x, Max Mustermann, Musterstr. 1312, 76131 Karlsruhe

Zusätzlich ist der Kalender ab dem 27. November auch bei Fächerbräu und an Spieltagen am Stand der Supporters hinter der Gegengerade erhältlich.

ULTRA1894

Info zum Heimspiel gegen den HSV

KSC-Fans aufgepasst!

Samstag, Flutlichtspiel und der HSV zu Gast – normalerweise die besten Rahmenbedingungen für einen explodierenden Wildpark. In der aktuellen Situation gibt es aber, wie überall, auch in der KSC-Familie verschiedene Ansichten, wie damit umgegangen werden soll. Und dennoch gibt es Wege, alle KSC-Fans zusammenzubringen und die Mannschaft heiß auf das Spiel zu machen.

Wir rufen deshalb alle KSC-Fans auf, egal ob Stadiongänger oder nicht, die Mannschaft am Adenauerring gebührend zu empfangen und zu zeigen, was geeint im Stadion möglich wäre!

Treffpunkt ist um 18.30 Uhr am Adenauerring zum gemeinsamen Busempfang. Auch wenn für uns noch nicht alle Voraussetzungen für einen organisierten Auftritt im Stadion gegeben sind, möchten wir so zumindest einen Beitrag für dieses wichtige Flutlichtspiel leisten.

Alle zusammen für Karlsruh‘!

ULTRA1894

2G-Regelung im Wildparkstadion

Ciao Gegengerade,

es vergeht kaum ein Monat, in dem wir uns nicht mit einer neuen Verordnung und neuen Beschränkungen beschäftigen müssen. Mit Sinn und Unsinn möchten wir uns hierbei auch nicht weiter befassen.

Fakt ist, dass die Politik nun durch eine 2G-Regelung in den Stadien versucht, den Druck zu erhöhen, um letztendlich einer politischen Forderung Nachdruck zu verleihen. Wir lassen uns hier nicht zum Spielball machen und lassen uns auch nicht diktieren, wer unsere Kurve besuchen darf und wer nicht. Ein Ausschluss bestimmter Personengruppen ist für uns im Sinne einer geeinten Kurve nicht tragfähig und somit eine Rückkehr zum Normalzustand nicht möglich.

Gleichwohl möchten wir unseren Verein positiv hervorheben – hier bestand stets ein enger Austausch und es wurde immer versucht, das Maximum für uns als Fans zu erreichen. Letztendlich hängt aber alles von den Entscheidungen des örtlichen Gesundheitsamtes und der Landesregierung ab.

In vielen Städten und Ländern wurden gute Konzepte erarbeitet, wie ein positives Stadionerlebnis für alle während einer Pandemie aussehen kann und auch wir würden in bestimmten Bereichen, wie zum Beispiel bei einem 3G-Modell bzw. 2G plus PCR-Test, ohne weitere Einschränkungen, Abstriche machen. Mittlerweile werden dort die erarbeiteten Konzepte umgesetzt und sie funktionieren – wir fordern endlich eine Vereinheitlichung der Regelungen und gleiche Voraussetzungen überall in Deutschland!

Interessiert beobachten wir die Regelungen in anderen Bundesländern – sollten die Rahmenbedingungen stimmen, ist mit uns zu rechnen.

ULTRA1894

„ExpoStation Areal C“

06. Oktober – 30. Oktober 2021

Outdoor immer. Indoor Mittwoch – Sonntag 11:00 Uhr – 20:00 Uhr

Urbane und Zeitgenössische Ausstellung.
Graffiti, Style Writing, Urban Art, Street Art, Fotografie, Malerei… Indoor und Outdoor.

Vom 06. Oktober bis 30. Oktober findet „ExpoStation 2021 – Urbane und Zeitgenössische Ausstellung“ auf dem Areal C in der Nordstadt von Karlsruhe statt. Werke von über neunzig Künstler und Künstlerinnen sind Indoor und vor allem Outdoor zu besichtigen.

Teile der Ausstellung sind im Sinne des puristischen Graffiti „Style-Writing“ bis hin zu Installationen, Mix Media, Fotografie, traditionelle Malerei. Der gemeinsame Kontext aller teilnehmenden Künstler bei „ExpoStation“ ist die Schnittstelle und der Background „Graffiti“. 


https://team-combo.de/expostation-areal-c/ 

Für immer Wildparkstadion!

Der KSC befindet sich derzeit im Umbruch – das bringt sowohl positive als auch negative Veränderungen mit sich.

In den letzten Tagen wurde der Name unserer Spielstätte an einen Sponsor vermarktet und damit der Ausverkauf des Fußballs auch bei uns wieder ein Stück weit vorangetrieben.

Auch wenn die Bedingungen, welche für den Fall einer Vermarktung durch den Fandachverband Supporters gestellt wurden, größtenteils erfüllt worden sind, stehen wir der Vermarktung des Stadionnamens weiterhin grundsätzlich ablehnend gegenüber.

Der Name Wildparkstadion ist untrennbar mit der Tradition und Geschichte unseres Vereins verbunden und deshalb unverhandelbar.

Für uns Ultras und hoffentlich alle anderen KSC-Fans wird unser Stadion an diesem Standort für immer das Wildparkstadion Karlsruhe bleiben.

Wir sind Karlsruh‘, der Wildpark uns’re Heimat!

ULTRA1894

Info zur neuen Saison

Ciao Gegengerade,

in wenigen Wochen startet die neue Saison und langsam zeichnet sich auch eine Rückkehr von Fans ins Stadion ab – unter welchen Konditionen auch immer. Eine Rückkehr um jeden Preis wird es für uns aber nicht geben.

– personalisierte Tickets
– Zuschauerbeschränkungen
– Gästefanverbote
– Auflagen, die dem Normalzustand einer Fankurve entgegenstehen

Diese Dinge haben wir vor Corona bekämpft und werden sie auch nach der Pandemie nicht akzeptieren. Unter diesen Umständen ist eine Rückkehr in das Stadion für uns nicht denkbar.

Gleichwohl möchten wir hiermit aufrufen, dass sich jeder KSC-Fan eine Dauerkarte holt. Unterstützt damit unseren Verein und sichert euch euren Platz auf der neuen Gegengerade. Sobald das Ausleben unserer Fankultur wieder möglich ist, werden wir diese gebührend einweihen.

Für diese Kurve, für diese Farben!
ULTRA1894

Kleiderspende Moser hilft! – Update 2

Hallo KSC-Fans,

nun hat sich doch noch eine Möglichkeit ergeben, wo wir die bereits gesammelte Kleidung abgeben können. Das Substage Karlsruhe sammelt gemeinsam mit der Alten Hackerei Kleidung und Hygieneartikel für die Tour d’Amour (https://tourdamour.eu/). Die gesammelten Spenden werden an die europäischen Außengrenzen gebracht, wo die Menschen weiterhin unter menschenunwürdigen Bedingungen ausharren müssen. Gerne könnt ihr am Samstag weitere Kleidung und Hygieneartikel direkt zum Substage bringen, um Menschen in Not zu unterstützen. Bitte beachtet dabei die Hygienemaßnahmen und welche Sachen auf der Bedarfsliste stehen. Die Liste wurde von Menschen vor Ort ausgearbeitet und beinhaltet die Dinge, die momentan am dringendsten benötigt werden.

Vielen Dank an alle, die helfen!

PHÖNIX SONS 1999
ULTRAS KARLSRUHE


Abgabe:
Substage Karlsruhe
Sa. 05.06.21, 10-18-Uhr
Alter Schlachthof 19, 76131 Karlsruhe

Bedarfsliste:

Hygieneartikel:

• Slipeinlagen
• Sonnencreme
• Aftersun
• Kondome
• Moskitospray
• Shampoo
• Duschgel
• Zahnpasta
• Zahnbürste
• Deo

Kleidung:

Kinder in 164, 170, 176, 182
• Unterwäsche (neu)
• Sommersocken (neu)
• Kurze Hosen
• Jogginghosen

Frauen in S, M, L
• Unterwäsche & BHs (neu)
• Sommersocken – (neu)
• Dünne Kopftücher (keine Schals)
• Jogginghosen
• Long Sleeves

Männer in S, M, L
• Unterwäsche (neu)
• Sommersocken (neu)
• Kurze Hosen
• Jogginghosen
• T-Shirts

Kleiderspende Moser hilft! – Update

Hallo KSC-Fans,

unsere Kleidersammlung für das IGLU und die Menschen auf Lesbos mussten wir aufgrund der Ausgangssperre leider verschieben. Einige Kleiderspenden haben uns trotzdem erreicht, sodass wir letzte Woche dem IGLU eine kleine Auswahl an Klamotten vorbeibringen konnten. Die Lieferung von Space Eye / Attika Human Support ist schon lange ohne unsere Kleider unterwegs nach Lesbos, und sämtliche alternative Ideen haben sich zerschlagen. In und um Karlsruhe sind die Kleiderkammern der Organisationen, zu denen wir Kontakte haben, sehr gut gefüllt, sodass wir in unserem Lager aktuell noch eine ganze Menge Kleidung haben und nicht wissen, wohin damit. Und das, was Ihr im letzten Winter ausgemistet habt, ist da noch gar nicht dabei.

Wir werden weiter die Augen und Ohren offen halten, ob sich eine passende Organisation findet, die mit unseren Kleiderspenden etwas anfangen kann, damit wir spätestens im nächsten Winter unsere Kleidersammlung nachholen können. Falls Ihr selbst in einer Organisation aktiv seid, die Kleiderspenden gebrauchen kann, könnt Ihr Euch gerne bei uns melden.

Phönix Sons 1999 – Ultras Karlsruhe

Info zu unserem Standort auf der neuen Gegengerade

Um Unklarheiten und Nachfragen zu beantworten:

Unabhängig davon, wann wir wieder im Stadion auftreten werden, wird der zukünftige Standort der Gruppen rund um ULTRA1894 im unteren Bereich der neuen Tribüne sein. Wir sehen jedoch die gesamte Gegengerade als Fantribüne, mit allem was dazu gehört.

ULTRA1894

Aufkleber für die Choreo-Kasse

Update 07.04.2021:

Hallo KSC-Fans,

vielen Dank an alle, die sich bisher ein Aufkleber- oder Klebebandpaket gesichert haben und somit die Choreokasse unterstützen. Der Versand hat bereits begonnen, allerdings kommt es aufgrund der hohen Bestellmenge vereinzelt zu längeren Wartezeiten – vor allem beim Klebeband.

Bis zum 16. April habt ihr nach wie vor die Möglichkeit, Bestellungen aufzugeben. Falls ihr Probleme mit der Bezahlungsmethode habt, könnt ihr euch gerne an allgemeines@ultra1894.de wenden.

Sowohl den Aufklebermix (bestehend aus 200 Aufklebern) als auch die Klebebandrollen (4 Stück pro Paket) kosten euch jeweils 12€ inkl. Versand. Selbstverständlich könnt ihr auch gerne mehr bestellen.

Das Geld überweist ihr an die:
Supporters Karlsruhe 1986 e.V.
IBAN: DE42 6609 0800 0032 9959 72
BIC: GENODE61BBB

Im Verwendungszweck bitte die gewünschte Anzahl angeben und eure Anschrift hinterlassen.

Beispiel für den Verwendungszweck: 2x Kleber,1x Rolle, Max Mustermann, Musterstr. 1312, 76131 Karlsruhe

Außerdem erhaltet ihr die Aufkleber und Klebebandrollen auch beim Fächerbräu Pop-Up Store (Erbprinzenhof 3, 76133 Karlsruhe), immer Donnerstags 16-20 Uhr.

ULTRA1894

ProFans fordert DFB zum Verzicht auf die WM 2022 auf

profansNicht erst seit gestern erreichen uns Meldungen über menschenverachtende Bedingungen bei der Errichtung der WM-Infrastruktur in Katar. Schon vor sechs Jahren wies die IG Bauen-Agrar-Umwelt auf die hochgradig diskriminierenden und gefährlichen Verhältnisse für Arbeitsmigranten in Katar hin. Diese müssten ihre extrem kargen Löhne nicht nur unter ausbeuterischen Bedingungen und mangelnder Arbeitssicherheit verdienen, nicht nur in unwürdigen Unterkünften leben, sondern seien zudem faktisch rechtlos. So dürfen sie demnach ohne Genehmigung des Arbeitgebers nicht einmal in ihre Heimat zurückkehren.

Inzwischen melden Medien die Zahl von 6.700 toten Arbeitsmigranten auf den WM-Baustellen in Katar per Stand Mitte Februar. Alle sieben Stunden stirbt dort ein Arbeiter vom indischen Subkontinent. Es ist zu spät, diese Leben zu retten. Aber wir können nicht darüber hinwegsehen.

Der Sport verbindet Nationen, unabhängig von Politik, Weltanschauung und Religion. Es ist wichtig, diese Verbindungen zu erhalten und immer wieder zu erneuern. Aber hier geht es nicht um Fragen von Politik und Kultur, sondern hier geht es um Menschlichkeit, um das Recht auf Leben.

Wir wissen sehr wohl, dass viele Fußballfreunde den Spielen der deutschen Nationalmannschaft entgegenfiebern. Uns ist ebenso bewusst, dass eine Weltmeisterschaft für die Sportler der Höhepunkt ihrer Laufbahn schlechthin ist. Wir sind Fußballfans und lieben diesen Sport. Aber es gibt nichts, was es rechtfertigen könnte, die Menschenrechtsverletzungen in Katar hinzunehmen, ja, gar durch die Teilnahme am Turnier wissentlich, billigend zu unterstützen. Die Stimmen werden lauter, und ProFans stellt sich ganz klar an die Seite derer, die einen Boykott dieser Weltmeisterschaft für unumgänglich halten.

Wir fordern den DFB auf, die Teilnahme an der WM in Katar abzusagen.

Ein rauschendes Fußballfest auf den Gräbern von Tausenden Arbeitsmigranten – daran teilzuhaben, wäre das Ende von Ethik und Würde. Mit Entsetzen wenden wir uns davon ab. Fußball ist mehr als nur ein Spiel. Fußball ist auch: gesellschaftliche und soziale Verantwortung. Wir sind sicher, andere werden dem Beispiel Deutschlands folgen. Will der DFB noch einen letzten Rest von Glaubwürdigkeit behalten, muss er seine Teilnahme an diesem Turnier absagen, und zwar jetzt!

ProFans, im März 2021

Bündnis ProFans zum Ergebnisbericht der „Taskforce“ Zukunft Profifußball: Nein, wir sind nicht enttäuscht, denn wir haben nichts anderes erwartet

profans

Heute hat die DFL den zusammenfassenden Ergebnisbericht der „Taskforce“ Zukunft Profifußball veröffentlicht. Wo man sich umhört, findet man Stimmen der Enttäuschung über die unverbindlichen, schwammigen und viel zu kurz gedachten Ansätze. Bei ProFans ist niemand enttäuscht, denn nichts anderes haben die von dem Bündnis vertretenen Gruppen erwartet.

Wenn man das von ProFans unterstütze Papier der fan-getragenen Initiative Profifußball mit dem Ergebnisbericht der sogenannten Taskforce vergleicht, fällt sofort die ganz unterschiedliche Qualität ins Auge. Während die Fans auf Grundlage gründlicher Analysen zu Handlungsschlussfolgerungen kommen, die von konkreten Problemlösungs-Vorschlägen getragen sind, kommt es bei der „Taskforce“ lediglich zu Absichtserklärungen und völlig unverbindlichen Handlungsempfehlungen. Letztere beschränken sich zudem größtenteils auf die Beschreibung ganz allgemeiner Ziele oder aber sie zielen auf die Einsetzung nachfolgender, neu zu schaffender Gremien ab und bleiben somit weitgehend ergebnisoffen.

„Das ist kein Ergebnis einer wirklichen Taskforce, die schnell und entschlossen das Ruder in die richtige Richtung bringt, sondern es ist der Kompromiss eines Laberladens, wo keiner dem anderen wehtun will“, fasst Jörn Brauer von ProFans die Einschätzung des Bündnisses zusammen.

Anstatt den Fokus auf das Zurückführen der Ausgabenseite auf ein vernünftiges Maß zu legen, empfiehlt die „Taskforce“ im 4. Punkt sogar, die ausgezehrte Kuh noch weiter zu melken und zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen. Gerade einmal eine Deckelung der Ausgaben für Beratungsleistungen soll angestrebt werden (Punkt 9). Mit allem anderen, was zur wirtschaftlichen Stabilität führen könnte, will man auf europäische oder globale Reformen warten. Geradezu unglaublich weltfremd liest sich aus Sicht der aktiven Fans die Passage im Punkt 8, dass das Engagement professioneller Investoren für mehr Wettbewerb sorgen könne. Offenbar hat das Gremium völlig den Blick dafür verloren, dass die Fans sich für den Wettbewerb auf sportlicher Ebene – bei annähernd vergleichbaren wirtschaftlichen Voraussetzungen – begeistern und nicht für den finanziellen Überbietungswettbewerb beim Einkauf von „Spielermaterial“.

Bezeichnend ist auch, dass der „Taskforce“ zur Wiederbelebung des festgefahrenen Dialogs mit den Fangruppen nichts anderes einfällt, als weiterhin auf Formate unter Federführung des Verbandes zu setzen – wohlbemerkt ohne diesen Formaten irgendeine Verbindlichkeit zuzuweisen, zum Beispiel etwa nach dem Muster der Mitwirkungsrechte von Belegschaftsvertretungen in Wirtschaft und Behörden.

„Mutige Schritte sehen ganz anders aus. Einen netten Anstrich von Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung, darauf konnten sie sich noch einigen. Für eine wirkliche Kursänderung fehlt jedoch der Wille“, resümiert Sprecher Sig Zelt. Na dann: Gute Nacht.

ProFans, im Februar 2021

Karlsruhe solidarisch – Zwischenstand

Zuallererst möchten wir uns bei allen bedanken, die sich in irgendeiner Weise eingebracht haben. Es wurden über 600 T-Shirts bestellt, zusätzlich gab es viele kleine und große Geldspenden. Danke an alle KSC-Fans, Fanclubs und andere Einzelpersonen im gesamten Bundesgebiet.

Insgesamt konnten durch die Spendensammlung, abzüglich der Kosten für Druck und Versand der bestellten T-Shirts, über 18.100€ gesammelt werden. Diese stolze Summe bringt das Projekt „Fußball macht satt!“ nicht nur durch den Winter, sondern garantiert, dass wohnungslose Menschen in Karlsruhe fast das gesamte nächste Jahr über weiter mit zubereiteten Mahlzeiten beliefert werden können. Der genaue Betrag lässt sich zwar erst errechnen, wenn alle Bestellungen verschickt bzw. ausgefahren wurden. Aber mit dem vorläufigen Ergebnis sind wir schon jetzt mehr als zufrieden, weil es zeigt, dass wir gemeinsam viel erreichen können und die KSC-Familie andere Karlsruherinnen und Karlsruher nicht im Stich lässt.

Wir haben die T-Shirts Ende letzter Woche bei einer kleinen Karlsruher Druckerei in Auftrag gegeben, um auch diese in der schwierigen Zeit zu unterstützen. Die T-Shirts werden von Hand bedruckt und auch nur auf Bestellung, um eine Überproduktion zu vermeiden. Weitere Bestellungen sind ab jetzt nicht mehr möglich.

Unser Ziel ist es die T-Shirts noch vor Weihnachten zu verschicken bzw. auszufahren. Garantieren können wir das jedoch nicht.

Das Konto für Geldspenden an das Projekt „Fußball macht satt!“ bleibt weiterhin geöffnet.

Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe
DE 59 660501010009016809
Verwendungszweck: „Fußball macht satt“

Karlsruhe steht zusammen, Karlsruhe ist solidarisch!

Kurvenkalender 2021 – Update

Hallo KSC-Fans,

die Bestellungsphase ist beendet.

Die Kurvenkalender werden ab dem Wochenende an euch versendet und sind somit rechtzeitig vor Weihnachten bei euch.

Für diejenigen, die keinen Kalender vorbestellt haben, bieten wir nochmals zwei Verkaufstermine in Karlsruhe beim Fächerbräu Pop-Up Store an. Aber nur solange der Vorrat reicht!

Des Weiteren bieten wir bei der Gelegenheit auch ausgewählte Artikel des Ultrastandes an.

Falls ihr also noch ein paar Weihnachtsgeschenke benötigt: kommt vorbei und greift zu.

Der komplette Erlös des Verkaufs kommt der Choreokasse zugute.

ULTRA1894

Moser hilft! 2020 – Sachspende

Hallo Gegengerade, hallo KSC-Fans,

wie in den letzten Jahren wollen wir auch diesen Winter wieder Kleiderspenden sammeln. Das IGLU hat uns mitgeteilt, dass sie sich freuen, wenn wir wieder gemeinsam ihre Kleiderkammer auffüllen. Das IGLU ist eine Einrichtung in der Karlsruher Innenstadt für Jugendliche und junge Erwachsene ohne Zuhause. Auch in den letzten Jahren haben wir für das IGLU gesammelt und weil die Besucher und Besucherinnen so zufrieden mit unseren Kleiderspenden waren, werden dort mittlerweile kaum noch andere Kleiderspenden angenommen. Dass unsere Hilfe dort so gut ankommt, freut uns natürlich und ist für uns Ansporn, auch dieses Jahr wieder eine ordentliche Ladung an Klamotten abzuliefern, die die jungen Besucherinnen und Besucher des IGLUs auch gerne anziehen.

Durch unsere große Kleiderspende im letzten Winter ist der Bedarf des IGLUs an Kleidung jedoch deutlich kleiner. Auch die Kleiderkammern der anderen Karlsruher Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe sind aktuell sehr gut gefüllt. 

Der zweite Teil der diesjährigen Kleiderspende geht an die Winterhilfe Lesbos. Dort gibt es einen hohen Bedarf, da es dort sehr kalt ist und die Menschen unter den katastrophalen Zuständen leiden. Die Organisation Space-Eye sammelt Kleidung und andere Hilfsgüter und schickt diese an die griechische Organisation Attika Human Support. Attika Human Support verteilt die Spenden vor Ort in den Lagern für Geflüchtete.

Gesammelt werden ausschließlich die folgenden Artikel:

1.    Kleidung für Kinder:
Bitte keine Kinderschuhe
Oberteile: Alter 0-2, 3-5, 6-12
Jacken: Alter 0-2, 3-5, 6-12
Hosen: Alter 0-2, 3-5, 6-12
Unterwäsche, Bodies: Alter 0-2, 3-5, 6-12
2.    Unterwäsche für Frauen, neu
3.    Hygieneartikel, bitte möglichst vorsortiert und beschriftet! (Seife, Shampoo, Zahnpasta, Zahnbürste, Duschgel, Deo, Rasierer, Windeln, Wundcreme)
4.    Hosen für Männer, Größe M – bitte keine Skihosen!
5.    Oberteile für Männer, Größe M
6.    Jacken für Männer, Größe M
7.    Warme Wintersocken, bevorzugt Größe 42-43
8.    Feste Schuhe für Männer, Größe 42/43
9.    Unterwäsche für Männer, neu

Wenn Ihr die Artikel entsprechend sortiert und beschriftet abgebt, erleichtert Ihr uns die Arbeit.
Bitte beachtet die Einschränkungen bzgl. der Größen (Männerkleidung Größe M bzw. Größe L für das IGLU) und dass ausschließlich neue Unterwäsche angenommen wird!

An den folgenden Terminen habt Ihr die Möglichkeit, Eure Spenden im Fanprojekt Karlsruhe abzugeben:

Sonntag, 13.12. von 11 bis 17 Uhr
Dienstag, 15.12. von 18 bis 20 Uhr
Mittwoch, 16.12. von 18 bis 20 Uhr

Eine Becherspende im Stadion wie in der Vergangenheit können wir dieses Jahr leider nicht durchführen. Falls Ihr aktuell ein paar Euro für einen guten Zweck loswerden wollt, ist Euer Geld bei der Aktion Karlsruhe solidarisch gut aufgehoben. Ihr unterstützt damit, dass Karlsruher Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe mit zubereiteten Mahlzeiten beliefert werden.

Vielen Dank an alle, die helfen! Lasst uns gemeinsam zeigen, was Solidarität in dieser Krisen-Zeit bedeutet!

PHÖNIX SONS 1999
ULTRAS KARLSRUHE

TV-Gelder fair verteilen!

Im Frühling sahen sich die Fußballvereine der ersten beiden Ligen ob wirtschaftlicher Zwänge in der Not, den Spielbetrieb schnellstmöglich wieder aufzunehmen. Die zügige Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den TV-Sendern wurde als einzige Möglichkeit ins Feld geführt, um einen wirtschaftlichen Kollaps des Systems Profifußball in Deutschland zu verhindern.

Um hierfür während noch unklarer Pandemielage für Verständnis zu werben, zeigten sich Vereine und Verbände selbstkritisch. Es gebe Fehlentwicklungen, man könne nicht so weitermachen, es brauche neue Rahmenbedingungen für den Fußball.

Dann rollte der Ball wieder, die Saison ging zu Ende, die nächste Spielzeit begann. Reformen? Fehlanzeige! Wenigstens ein Grundsatzbeschluss, der den Willen zur Veränderung bekundet? Fehlanzeige!

Stattdessen Schweigen im Walde bei den großen Protagonisten des „Re-Start“.

Nun steht die Entscheidung über die künftige Verteilung der Einnahmen aus der nationalen und internationalen TV-Vermarktung bevor. Hier hören wir nun endlich einige reformwillige Stimmen aus dem Ligaestablishment. Diese Stimmen sind auch verdammt wichtig. Doch noch bleiben die Forderungen hinter den bekannten Erwartungen vieler Fans, wie dem detaillierten Konzept von „Zukunft Profifußball“, zurück. Die Neuverteilung der TV-Gelder ist gleichzeitig ein Test, ob die Worte im Frühjahr die erwartete Nebelkerze oder doch ehrlich gemeint waren. Eine deutlich gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder kann nicht alle Fehlentwicklungen der letzten 30 Jahre rückgängig machen, aber sie ist ein erster Schritt in Richtung substanzieller Veränderungen. Weitere Reformen zur Förderung eines ausgeglicheneren Wettbewerbs, aber auch eines nachhaltigen Wirtschaftens müssen folgen.

Der Ball befindet sich nach wie vor bei den Funktionären der Vereine und Verbände. Wenn der Fußball als gesamtgesellschaftliches Ereignis eine Perspektive haben soll, tun diese gut daran, die Vorschläge aus den Kurven endlich ernst zu nehmen und als Auftrag zu begreifen.

Fanszenen Deutschlands

 

Karlsruhe solidarisch – Update

„Der Ball rollt, doch das System bleibt krank.“ Dieses Banner hängt seit Beginn der Pandemie während der Spiele vor unserer leeren Kurve. Statt sich um eine wirkliche Reform des kranken Systems Profifußball und damit für mehr Nachhaltigkeit im Fußballgeschäft zu bemühen, legt die DFL ihren Fokus darauf, die Geldmaschinerie am Laufen zu halten. Für uns jedoch ist eine Rückkehr zum Tagesgeschäft unter diesen Bedingungen nicht vorstellbar. Es ist nicht absehbar, wann die Kurve wieder in gewohnter Manier unseren Verein nach vorne peitschen wird. Deshalb haben wir uns seit Beginn der Pandemie dazu entschlossen, unsere Zeit und Kraft für andere Dinge zu nutzen, die momentan wichtiger sind.

Im März starteten wir in Kooperation mit dem Fanprojekt, den Supporters und dem KSC eine Nachbarschaftshilfe, um Menschen aus Risikogruppen beim Einkauf zu unterstützen. Der Schwerpunkt unserer Aktion hat sich im Lauf des Jahres verändert, sodass mittlerweile mehrere Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe unserer Stadt regelmäßig mit zubereiteten Mahlzeiten beliefert werden. Dies gelang vor allem durch die große Spendenbereitschaft der KSC-Familie, einzelnen Großmärkten, Unternehmen und anderen Einzelpersonen. Hierfür nochmal ein großes Dankeschön!

Mittlerweile wurden über 8000 Mahlzeiten ausgeliefert, doch so langsam neigt sich das Budget dem Ende zu. Unser Ziel ist es, das Angebot mindestens über den Winter zu bringen und so diese Personen in schwierigen Lebenslagen weiterhin zu unterstützen. Denn gerade wohnungslose Menschen trifft die Pandemie besonders stark. Bezahlbarer Wohnraum in Karlsruhe ist knapp und selbst wenn die Menschen ein Dach über dem Kopf haben, reicht das Geld oft nicht für Essen. Seit Ausbruch der Pandemie, waren soziale Einrichtungen als Anlaufstelle für diese Menschen durchgängig geöffnet. Neben den Post- und Paketzustellenden, Pflegekräften und Angestellten in Supermärkten etc., leisten die sozialen Einrichtungen derzeit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft, oft unterfinanziert und am Rande der Belastungsgrenze.

„Jeder für Jeden, alle für dich!“ heißt es in unserer Vereinshymne. Dieser Leitspruch endet für uns jedoch nicht an den Stadiontoren. Was für unsere Kurve gilt, gilt auch für unsere Stadt und alle, die in ihr leben. Karlsruhe steht zusammen, Karlsruhe ist solidarisch. Mit dem passenden Shirt können jetzt alle diesen solidarischen Grundgedanken weitertragen und gleichzeitig die Aktion „Fußball macht satt“ finanziell unterstützen. Ab einer Spende von 25€ an das Spendenkonto bekommt ihr ein Shirt zugeschickt. Wer kann und will darf aber auch gerne mehr spenden. Jeder gespendete Euro kommt „Fußball macht satt“ zugute. Wer ein Shirt will, spendet den gewünschten Betrag, mindestens aber 25€, an das unten angegebene Konto. Im Verwendungszweck bitte Name, Adresse, Größe und Schnitt (tailliert oder untailliert) angeben (Bsp.: Max Mustermann, Musterstr. 1312, 76133 Karlsruhe, L, untailliert). Alternativ ist auch eine Bestellung über PayPal (paypal.me/centhintermkomma) möglich. Bitte tätigt bei beiden Zahlungsmethoden für jede Shirt-Bestellung eine eigene Überweisung, damit wir nicht den Überblick verlieren. Bestellen könnt ihr bis zum 2.12.2020.

Die Daten werden nach dem Versand wieder gelöscht.

Spendenkonto:

Cent hinterm Komma e.V

IBAN: DE90 6602 0500 0008 778900

BIC:BFSWDE33KRL

Karlsruhe solidarisch!

ULTRA1894 – Alles für Karlsruhe

Der Ball rollt, doch das System bleibt krank

Wir drehen die Uhr ein Jahr zurück. Es gibt irgendwo in Deutschland ein Hochrisikospiel. Der Ausschluss von Gästefans wird diskutiert, irgendjemand wirft mal wieder die Debatte um personalisierte Tickets auf und an das Alkoholverbot bei solchen Spielen hat man sich fast schon gewöhnt. Von den Fanszenen gibt es Widerstand. Das Spiel läuft friedlich ab. Diskussionen um Einschränkungen haben sich erst einmal (wieder) erübrigt.

2020 ist Coronajahr. Seit mehreren Monaten müssen wir in vielen Bereichen mit Einschränkungen leben. Sie sind sinnvoll und angebracht, um das Virus einzudämmen. Doch da es bei verschiedenen Freizeitangeboten durch entsprechende Hygienekonzepte bereits eine Rückkehr zur Normalität gibt, zieht auch der Fußball nach. Die DFL sieht in ihrem Konzept u.a. ein beschränktes Zuschaueraufkommen, ein Verbot von Gästefans, personalisierte Tickets, Abstandsregelungen oder ein Alkoholverbot vor. Widerstände gibt es dieses Mal keine, denn die Maßnahmen sind wichtig, um das Infektionsrisiko gering zu halten und mögliche Infektionsketten nachzuverfolgen.

Die Maßnahmen sind notwendig, um eine Rückkehr von Zuschauern ins Stadion überhaupt zu ermöglichen. Und so viel darf verraten sein: Der ein oder andere von uns wird so schnell wie möglich auch wieder im Stadion sein, um die Spiele live zu verfolgen.

Doch vereinbar mit dem Ausleben einer Fankultur sind die Maßnahmen sicher nicht. Das fordern wir auch gar nicht, da sie gesundheitspolitisch eben ihren Sinn haben. Aber es gilt, sie kritisch zu hinterfragen. Der DFL kann man als Fußballfan nicht trauen. Noch schlimmer: Corona hat gezeigt, wie wenig nachhaltig und sehr krisenanfällig der deutsche Fußball ist. Die DFL sollte mit sich selbst beschäftigt sein – ist es aber scheinbar nicht.

Keine ihrer Worthülsen zur Etablierung eines nachhaltigen Fußballs (siehe Forderungen der Fanszenen Deutschlands Mai 2020) hat sie bis jetzt erfüllt. Der Präsident des Sächsischen Fußballverbandes möchte sogar gerne personalisierte Tickets nach Ende der Maßnahmen beibehalten. Und inwiefern etwa ein Alkoholverbot die Pandemie eindämmen soll, bleibt fraglich. Zu den weiteren Punkten siehe: www.unserekurve.de/blog/unsere-positionen-zur-wiederzulassung-von-fans/. Außerdem lesenswert: www.unserfussball.jetzt.

So gibt es für uns zunächst keine Rückkehr ins Stadion oder gar einen organisierten Support. Erst wenn eine Rücknahme der Maßnahmen möglich ist, wie personalisierte Tickets oder ein Verbot von Gästefans, kommt auch für uns eine Rückkehr infrage. Während den Einschränkungen darf außerdem keine Weitergabe personenbezogener Daten an die Sicherheitsbehörden erfolgen. Zudem fordern wir, dass nach Ende der Pandemie alle getroffenen Maßnahmen ausnahmslos zurückgenommen werden. Der KSC hat uns dies in einem Gespräch zugesagt. Es kann nicht sein, dass unter dem Deckmantel von gesundheitspolitisch sinnvollen Maßnahmen langfristig die Rechte von Fans beschnitten werden. Die Idee des Sächsischen Verbandspräsidenten lässt dies leider befürchten. Die dringend notwendige Reform des Profifußballs muss weiter forciert werden und sollte nicht hinter spekulativen Sicherheitsfragen stehen. Die DFL ist und bleibt das Problem und nicht die Fans.

Supporters Karlsruhe 1986 e.V.

ULTRA1894

Unterstützung der Initiative „Keine kalten Füße“

Hallo KSC-Fans,

auch während der aktuell vorherrschenden Coronasituation hört sich die Welt nicht auf zu drehen. So auch in unserer geliebten Stadt die untrennbar mit unserem Verein verbunden ist. Aktuell wird das Sybelzentrum – eine Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe – komplett saniert. Zur Finanzierung dieser Sanierung wurde die Initiative „Keine kalten Füße“ ins Leben gerufen. Die Karlsruher Künstler- und Graffitiszene unterstützt dieses Spendenprojekt und wird eine urbane und zeitgenössische Ausstellung ausrichten, an welcher auch wir uns beteiligen werden. Zeigt euch solidarisch und helft mit, dass die Kinder und Jugendliche unserer Stadt keine kalten Füße haben. Gerne könnt ihr das Projekt mit einer Spende unterstützen und die Ausstellung im Sybelzentrum besuchen. Alle weiteren Informationen findet ihr auf den untenstehenden Links.

Karlsruh‘ hält zusammen!

ULTRA1894

https://keine-kalten-fuesse.de/spenden/

Betreff: „Keine-kalten-Füße“
Heimstiftung Karlsruhe
Sparkasse Karlsruhe
IBAN: DE22 6605 0101 0108 2575 93
BIC: KARSDE66XXX

7F00FAB3-DE00-408F-B7A7-A5A96550F399

In der Krise beweist sich der Charakter

Nein, der Fußball befindet sich in keiner Krise – lediglich das Geschäftsmodell derjenigen kommt ins Wanken, die sich daran eine goldene Nase verdienen. Und nicht erst jetzt, aber aktuell mit voller Wucht, bekommt der Profifußball den Spiegel vor die Nase gesetzt, mit welcher Missgunst ein großer Teil der Bevölkerung auf den Profifußball blickt. Wir nehmen wahr, dass sich das Produkt Fußball eine Parallelwelt erschaffen hat, welche viele Fußballfans mit ausufernden Transfer- und Gehaltssummen, einer unersättlich wirkenden Gier nach Profit, Korruption bei Verbänden sowie dubiosen und intransparenten Beraterstrukturen (2017/18 ca. 200 Mio. €) in Verbindung setzen.


Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Wir mögen aktuell nicht beurteilen und abschätzen können, wann ein vertretbarer Zeitpunkt gewesen wäre, den Ball wieder rollen zu lassen. Wir bewerten jedoch das Verhalten der Vertreter des Profifußballs als anstands- und respektlos, sich in der aktuellen Krisensituation derart aggressiv in den Vordergrund zu drängen. Der Gedanke, dass sich mit genügend Geld und ausreichender Lobbyarbeit Sonderwege bestreiten lassen, lässt sich leider nicht von der Hand weisen. Ein Vorpreschen bei der Inanspruchnahme routinemäßiger Screenings erachten wir als anmaßend, würden uns doch dutzende andere Institutionen einfallen, bei denen verdachtsunabhängige Testungen mehr Sinn ergeben würden. Übel stößt hierbei nicht die generelle Inanspruchnahme von Testkapazitäten auf, sondern weil sich der Profifußball eine soziale Relevanz anmaßt und eine Sonderbehandlung bewirkt, die in keinem Verhältnis zur aktuellen gesellschaftlichen Rangordnung steht.

Wir hätten vielmehr eine Vorgehensweise erwartet, welche der sozialen Verantwortung und der Vorbildfunktion des Fußballs gerecht wird.

Veränderungen

„Es steht außer Frage, dass künftig Nachhaltigkeit, Stabilität und Bodenständigkeit zu den entscheidenden Werten gehören müssen“. Zwar zeugt die von der DFL getätigte Aussage durchaus von Selbstkritik, zeigt jedoch gleichzeitig auch, nach welchem Maßstab bisher Entscheidungen getroffen wurden und in welchem Ausmaß man von wirtschaftlichen Interessen getrieben wurde.

Es ist jetzt, und nicht erst nach überstandener Krise, an der Zeit, über konkrete Veränderungen im Profifußball zu debattieren und Entscheidungen zu treffen:

1.       Wettbewerbsfördernde, ligaübergreifende Verteilung der Fernsehgelder

Der aktuelle Verteilungsschlüssel sorgt dafür, dass die Schere zwischen finanziell starken und schwachen Vereinen immer weiter auseinandergeht. Eine gerechtere Verteilung fördert den sportlichen Wettbewerb und steigert die Attraktivität der Ligen.

2.       Rücklagen

Es muss festgelegt werden, dass die Clubs Rücklagen bilden, um zumindest kurzfristige Krisen jeder Art überstehen zu können, ohne direkt vor der Insolvenz zu stehen. Hierbei muss vor allem Rücksicht auf die e.V.-Strukturen genommen und dafür adäquate Lösungen gefunden werden, ohne diese – ebenso wie 50+1, in Frage zu stellen. Schließlich ist der Verkauf von Substanz zur Rettung der Liquidität genau die Denkweise, die zur jetzigen Krise geführt hat. Daher ist der Umstand, dass die 50+1 Regel zum Teil in Frage gestellt wird, aus unserer Sicht vollkommen unverständlich.

3.       Gehalts- und Transferobergrenzen 

Spielern und Funktionären seien weiterhin wirtschaftliche Privilegien vergönnt. Analog zu Transfersummen sollten jedoch auch diese gedeckelt werden, um aktuelle Auswüchse zu stoppen und dem irrationalen und unverhältnismäßigen Wettbieten entgegenzuwirken.

4.       Einfluss durch Berater beschränken

Rund um die Spieler hat sich ein Netzwerk an Profiteuren gebildet, welches für den Sport in keiner Weise produktiv ist. Dieses muss aufgedeckt, reglementiert und eingeschränkt werden.

Wenn man sich auf der Mitgliederversammlung des eigenen Vereins erklären lässt, wie gering der Bruchteil der teils horrenden Ablösesummen ist, der dem eigenen Verein tatsächlich zu Gute kommt, wird schnell sichtbar, dass an diesem System des modernen Menschenhandels einiges nicht stimmen kann.

Zu hoch sind die Beträge, die bei den Transfererlösen bei den Spielerberatern hängen bleiben, deren Handeln im Interesse ihrer Schützlinge oft durchaus angezweifelt werden darf. Hier ist leider zu vermuten, dass oft der Blick auf den eigenen Gewinn, das „Kasse machen“, im Vordergrund steht und Spieler die Clubs öfter wechseln, als das ihrer eigenen sportlichen Entwicklung zuträglich wäre.

Richtig problematisch wird es dann, wenn sich unter den großen Beratungsbüros kartellartige Strukturen bilden, die mit Absprachen unter der Hand die Transferzahlungen in die Höhe treiben. Der freie Markt aus Angebot und Nachfrage ist dann nachhaltig gestört und es entsteht eine Preisspirale, an der der Profifußball kein Interesse haben kann.

Ebenso muss den verschiedenen Investmentfirmen, welche sich an den Rechten der Spielertransfers beteiligen, ein Riegel vorgeschoben werden. Es darf nicht sein, dass sich Privatpersonen unter dem Deckmantel dieser Firmen die eigenen Taschen füllen und die Verbände die Augen verschließen!

Natürlich ist es in Ordnung und Teil des Wettbewerbes Fußball, wenn gute Spieler gute Gehälter erzielen und entsprechende Transfersummen kosten. Spieler sind (leider) auch eine Handelsware. Die Abartigkeiten, die hier aber in den letzten Jahren gewachsen sind, sind nicht Ausdruck eines gesunden Wettbewerbs.

5.       Kader begrenzen

Durch aufgeblähte Spielerkader lagern die Vereine „Kapital“ auf Ihren Auswechselbänken. Manch ein Verein verpflichtet Spieler nur, damit diese nicht für die Konkurrenz auflaufen können und lässt sie dann auf der Bank oder Tribüne versauen. Vereine, die es sich leisten können, blähen ihre Kader künstlich auf. Dem Motto folgend „was ich habe hat schon mal kein anderer“. Das ist natürlich eine Strategie, gegen die Konkurrenten zu arbeiten. Ob sie sportlich ist, steht auf einem anderen Blatt.

Eine Begrenzung der Anzahl an Spielerleihen ist bereits geplant. Dies gilt es, auf die Reduzierung der Profikader auszuweiten. Ein beliebiges Aufstocken mit Nachwuchskräften sollte dennoch jederzeit möglich sein, denn würde es rein um die Absicherung gegen Ausfälle gehen, spricht absolut nichts dagegen, Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen hochzuziehen. In diesem Fall zeugt ein großer Kader mit eigenen jungen Spielern von einer nachhaltigen und guten Nachwuchsarbeit. Dies gilt es in Zukunft vermehrt zu fördern.

Ein „Zusammenkauf“ von Profispielern „auf Halde“ ist grundsätzlich abzulehnen. Das wird nicht zuletzt den Spielern nicht gerecht, deren Entwicklung dadurch nachhaltig gestört wird.

Wir werden genauestens verfolgen, ob auf die eigenen Worten der Verbandsvertreter und von Funktionären, den Fußball ändern zu wollen, auch Taten folgen. Schluss mit Ausreden und Heraufbeschwören von Unmachbarkeitsszenarien. Wir erwarten eine lösungs- und keine problemorientierte Herangehensweise mit transparenten Arbeitsschritten.

Fanszenen Deutschlands im Mai 2020

Abgesagter Sonderzug nach Hannover: Rückerstattung der Zugtickets

Hallo KSC-Fans,

Viele von euch wollten mit uns im “Gegengerade-Express” vor gut sechs Wochen, am 04. April 2020, nach Hannover reisen. Jedoch, das Leben in Europa und auf der Welt stand so gut wie still. Der Fußball von den Amateurligen bis zur Bundesliga pausierte und das Spiel wurde auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

Da nun die Liga zwar fortgesetzt wird, aber bekanntlich keine Zuschauer zugelassen werden, haben wir uns dazu entschieden, den Sonderzug nun endgültig abzusagen. Zu Recht stellt ihr euch die Frage: Was passiert mit Euren Tickets?

Ihr könnt die Tickets natürlich zurückgeben und bekommt von uns die 55,00 Euro je Zugfahrkarte zurückerstattet. Hierfür ist es notwendig, dass Ihr uns die Tickets und Eure Bankverbindung an die nachfolgende Postfach-Adresse schickt.

Supporters Karlsruhe 1986 e.V.
– Sonderzugerstattung –
Postfach 3426
76020 Karlsruhe

Sollten die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen zeitnah gelockert werden, ziehen wir es in Erwägung euch auch weitere Optionen der Rückgabe (wie beispielsweise Termine im Fanprojekt) anzubieten.

Wir werden euch dazu über die bekannten Kanäle auf dem Laufenden halten.

Damit wir uns alle möglichst schnell in einem Fußballstadion wiedersehen:
Schützt Euch und andere! Gemeinsam durch die Krise. Bleibt Gesund!